Mittwoch, 11. Februar 2009

Tanja wieder online

Im Gegensatz zu Suzzan bin ich seit Sonntag endlich online. Das war ein Kampf, musste mich ganz schön in Geduld üben, nachdem der Anschluss vergangenen Montag bereits freigeschalten war.
Kein Wunder bei dieser Installation und außerdem fehlte das Modem. Nun gut, ich also auf Arbeit Bescheid gesagt, dass es nicht geht. Der IT`ler erklärt mir ein paar Sachen und gibt mir ein Teil mit, damit ich es versuchen konnte selbst zulösen, ich Technik-Genie, saß abends also davor und hatte trotzdem keinen Schimmer. Außerdem fehlte ja weiterhin das Modem. Okay, Info ging an den Vermieter (über die Makleragentur), der dann am Mittwoch vorbeikommen wollte. Was er natürlich nicht tat. Dann hieß es er kommt vielleicht am Donnerstag - also nicht. Wir hatten nämlich mal gelernt: "ja" heißt "vielleicht" und vielleicht heißt "nein". Und am Freitagnachmittag wurde mir gesagt er kommt am Wochenende, Samstag oder Sonntag. Na prima, mein Wochenende verbrachte ich also mit warten. Samstag kam niemand, aber dann Sonntagmorgen klingelte mein Telefon, eine Stimme fragte mich "sind sie zu Hause?". Gegen 11:00 Uhr kam eine junge Chinesin (von der Agentur) mit dem Modem, steckte alles ganz fix zusammen und dann der Test. Es ging nicht. Sie rief einen Freund an, der dann auch 10 Minunten später in meiner Wohnung stand. Er probierte ein bisschen herum und brachte es auch nicht zum laufen. Also wurde noch ein Freund angerufen und dann noch einer - am Ende standen 5 Chinesen in meiner Wohnung und fachsimpelten darüber, wie sie die Kabel am besten verbinden könnten. In der anderen Ecke des Zimmers fanden sie eine weitere Telefondose und probierten da. Nix. 16:00 Uhr gaben sie dann auf und verabschiedeten sich mit vielen Entschuldigungen.
Leider war ich noch nicht mal ein guter Gastgeber, denn ich hatte nix da was ich ihnen hätte anbieten können. Schließlich habe ich nicht damit gerechnet jemals soviele Leute in der Wohnung zu haben.
Die junge Chinesin sagte mir noch irgendetwas bevor sie ging - klang wie "es kann jetzt zwei Tage dauern, ich melde mich bei dir".
Bin dann erstmal Frustshoppen gegangen, bis ich von ihr einen Anruf erhielt, dass sie in 10 min. mit einem Techniker vor meiner Tür stehen wird. Gut, dass ich nicht mehr zu Hause war. Unterbrach dann zwar sofort die Shoppingtour, fand dann aber ewig kein Taxi und die beiden mussten eine halbe Stunde warten, was sie zum Glück taten.
Der Techniker packte sein Werkzeug aus, stellte die Kontakte am Kabel her, testete noch ein bisschen und nach nur 15 min. lief mein Internet.

Am Montag war der letzte Tag vom Frühlingsfest - habt ihr durch den Großbrand in der Nähe des CCTV-Towers in Beijing- bestimmt mitbekommen.

Ich traf mich erst mit einer Freundin am Nanchang Tempel, dort war mächtig was los, vorallem Buden, die Schnickschnack verkauften, viele Fressbuden, an denen wir wieder chinesische Leckerein probierten und überall ließen die Leute Laternen/Lampions, beschriftet mit ihren Wünschen, steigen. Das wollten wir auch. Kauften also bei einer netten alten Dame einen, leider hatte sie nur noch welche mit der Aufschrift "Happy Birthday". Jetzt hatten wir also so ein Ding, aber kein Feuer, hm. Aber es gab ja genügend Chinesen, und die haben bestimmt ein Feuerzeug. Die dort drüben, mit den kleinen Kindern sehen nett aus, die fragten wir also.
Und dann dass: Kontakt zur Staatsgewalt No. 3!
Kurz bevor der Ballon dann in der Luft war kam plötzlich ein Polizist und blies das Feuer aus. Wir dachten erst was für ein A... , aber die wollten nur nicht, dass wir den Tempel in Brand setzen - wussten wahrscheinlich schon vom Brand in Beijing und waren besonders vorsichtig. Sie zeigten uns die Richtung in der ein freier Platz ist, wo wir, begleitet von einigen Chinesen, die Laternesteigen lassen konnten.
Irgendwann, gesättigt und die Nase voll von den vielen Leuten, entschieden wir uns noch auf ein Bierchen ins Paulaner Bräuhaus im Kempinski Hotel zu gehen und trafen dort weitere Bekannte.
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Oh, mir fällt gerade noch etwas zu dem Club am Freitagabend ein:
Stellt Euch vor ihr seid in China, in einer vergleichsweise kleinen Stadt in einem Club, um Euch herum viele Chinesen und tatsächlich auch ein paar Ausländer (hier sind die also alle). Vor Euch begegnen sich immer die Putzfrauen, die jede Zigarettenkippe aufkehren und plötzlich tönt DJ Ötzi aus den Boxen. Ist fast so gruselig wie der Ausgang einer Unterführung in Shanghai, in der man mit unbekannten deutsche Schlagern beschallt wird.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo, liebe Tanja,
wenn schon Mailen nicht klappt, auf diesem Weg einen Gruß an dich, das müsste doch klappen.
Habe mich gestern sehr über deinen Anruf gefreut, und wir wünschen dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt und wie bereits erwähnt, die nächste Feier startet zum Bergfest!
Herzliche Grüße
Eva und Roland