Wie ihr im Titel seht ist gestern einiges passiert.
Aber von Anfang an:
Nach der Uni sind Suzzan, Du Mei Yan, Nina (aus meinem Kurs) und ich zum Westtor der Uni und wurden von einer Chinesin abgeholt. Ziel war eine Art Tonstudio – aber eher semiprofessionell. Wir sollten dort für ein Spracherkennungssystem einer neuen Digitalkamera die Menüführung auf Deutsch sprechen. Jeder von uns saß dreißig Minuten vor einem PC und sagte so Worte wie „An“, „Aus“, „Einzelbild“ … - Wir konnten dadurch den Rest des Abends finanzieren.
Nach diesem „Minijob“ kamen wir zurück zur Wohnung. Und dann die erste Überraschung: Suzzan hatte vergessen ihr Fahrrad im Haus abzustellen. Wir kommen also in unseren Hof und Suzzan sagt zu mir: „Wo ist eigentlich mein Fahrrad?“ Es stand nicht mehr vor dem Haus, was für ein Schreck. Dann aber die nächste Überraschung: Suzzan’s Rad stand im Haus, aber wo ist meins? Ich bin ganz sicher von der Uni mit dem Fahrrad nach Hause gefahren und hatte es im Haus abgestellt und eigentlich auch abgeschlossen (hab das Schloss extra nochmal kontrolliert). Jedenfalls ist mein Fahrrad, nach nur fünf Tagen geklaut wurden, ich glaub das ist ein neuer Rekord. Erst dachten wir noch, es hat sich nur jemand ausgeliehen und es steht heute Morgen wieder da, aber Fehlanzeige. Jetzt überleg ich ob ich das Abenteuer wage und zur Polizei gehen soll…… vielleicht mach ich das morgen mal, damit ich Euch wieder eine tolle Geschichte schreiben kann :-)
Naja, gestern konnte ich eh nix mehr machen, denn wir hatten ja 18:00 Uhr einen wichtigen Termin.

Der Botschafter, Dr. Michael Schaefer (rechts im Bild), und seine Frau hatten zum ROCK IN DER RESIDENZ (also in die der Deutschen Botschaft) geladen. Wir fünf Zwickauer sind gemeinsam los, da ein Taxi zu klein ist, teilten wir uns auf – wie immer. Dong Dong, Xi Yue und ich hatten erst einen etwas starrköpfigen Taxifahrer erwischt, der uns partout nicht fahren wollte. Erst haben wir fünf Minuten mit ihm diskutiert um ihm zu erklären wo wir hinwollen, damit er uns dann sagt, dass er gerade in die andere Richtung fährt und uns nicht mitnimmt. Vermutlich hat er nur nicht verstanden wo wir hin möchten und statt falsch zu fahren hat er dann gesagt, er fährt in die andere Richtung. Für den nächsten Taxifahrer war das kein Problem. Nur im Botschaftsviertel kannte er sich nicht ganz so gut aus. Er hielt vor der Französischen Botschaft und fragte dort einen Wachmann wo die Deutsche Botschaft sei. Dieser zeigte auf die andere Straßenseite.

Schau an, wir standen bereits davor, zwar am Hintereingang, aber das reichte uns ja.Wir also zum Eingang gelaufen und waren uns schon gleich nicht mehr sicher, ob wir richtig sind, denn vor uns und auch auf dem Botschaftsgelände waren mehr Chinesen als Deutsche. Alle wollten sofort Fotos mit uns machen und am Ende des Abends hatten wir alle eine Menge Telefonnummern von Heidi, Elias, Werner… (alles Chinesen/innen natürlich). Die Musik der Cheatles (eine Band aus deutschen Diplomaten und deren Söhnen bestehend) war echt interessant. Eben die Musik der Beatles mit der Chinesischen Übersetzung der Texte. So sangen sie nicht „Yesterday“ sondern „Zuotian“. Einige Textstellen konnten wir tatsächlich verstehen. Anschließend wurden die Häppchen verteilt. Das war fast das Beste des Abends, denn es gab (deutsche) Würstchen mit Senf, Pizza, Steak in kleinen Brötchen und deutsche Weine – LECKER!Später sind noch zwei Bands der Deutschen Schule aufgetreten.Kontakte zu wichtigen Leuten konnten wir zwar nicht knüpfen, aber zu anderen Deutschen Studenten die auch an der UIBE studieren. Mit denen waren wir dann noch im Kokomo in Sanlitun und haben einen schönen Cocktail getrunken – auf der Dachterrasse. Sehr schön! Dabei wir uns sehr nett mit Chinesen unterhalten, die schon überall auf der Welt waren.
So, jetzt habt ihr erst mal was zum lesen.
Und hier noch eine Kostprobe der Cheatles:
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