Samstag, 21. Februar 2009

Juhu, ich habe Besuch

Am vergangenen Wochenende war ich wieder mal in Shanghai, diesmal mit dem Ziel meinen ersten Besucher in Wuxi vom Flughafen abzuholen. Der Flieger sollte um 22:30 Uhr am Internationalen Flughafen landen. Leider habe ich nicht richtig aufgepasst. Denn der Flug aus Singapor über Kuala Lumpur landete nicht in Shanghai sondern in Hangzhou. Und Hangzhou ist doch nochmal ein Stückchen von Shanghai entfernt, wie sich später herausstellen sollte, 3 Stunden mit dem Bus.
Lu Shanli war so lieb, uns Asyl zu gewähren, denn Nachts glaubte ich nicht, dass noch ein Zug nach Wuxi fährt. Es war alles ganz praktisch, denn auch Lu Shanli musste zum Flughafen, um ihren Indischen Mitbewohner (der zum heiraten nach Hause fuhr) zu verabschieden. Am Flughafen dann der große Schreck: Die Flugnummer ist unbekannt und heute landet sowieso nix mehr aus Kuala Lumpur. Hilfe, was tun. Wie bekommen wir Mirko von Hangzhou nach Shanghai? Schnell das Internetcafé am Flughafen aufgesucht und recherchiert. Cool, es gibt Shuttlebusse, aber fahren die auch noch nachts? Keine genaue Info, der nächste erst morgen früh. Und wie sieht es mit Zügen aus? Nachts halb vier fährt der erste. Doof. Also, vorsichtshalber mal ein Hotel/Hostel buchen. Nachdem ich fünf oder sechs Hotels angerufen hatte gab ich auf. Alle waren ausgebucht - hat das etwa was mit dem Valentinstag zu tun???????
Na gut, Mirko hat zumindest mal ne SMS von mir bekommen, damit er sich nicht wundert. Lu Shanli und mir blieb nix anderes übrig als nach Hause zu fahren, alles weitere würden wir dann von dort klären. Erstmal muss der Flieger landen.
Mirko landete also in Hangzhou und entdeckte meine Nachricht. Zum Glück traf er am Flughafen ein paar Deutsche, die auch noch nach Shanghai wollten und zum Glück fuhr auch noch ein Shuttlebus. Jetzt mussten wir nur noch bis 02:00 Uhr wach bleiben, damit wir den weitgereisten Gast von der Busstation zur Wohnung lotsen konnten. Auch das hat alles super geklappt und eine halbe Stunde später sind wir alle totmüde ins Bett gefallen.
Der nächste Tag bestand dann aus ausschlafen, Winterklamotten shoppen -in Singapor ist es schließlich viiiieel wärmer als in China-, essen und einer Zugfahrt nach Wuxi.
Mirko hat sich die Woche über tapfer durchgeschlagen und Sightseeing auf eigene Faust unternommen, wenn es gerade mal nicht geregnet hat. Abends waren wir immer schön essen, sodass ich jetzt auch einige Restaurants kennengelernt habe. Gestern abend besuchten wir eine Bar und trafen später die anderen Deutschen im Paulaner Bräuhaus. Nach ein paar Tanzeinlagen eines Chinesen und einiger Koreaner, über die wir sehr lachen mussten, kam irgendjemand auf die Idee Flaschendrehen zu spielen - sehr lustig.
Über den für heute geplanten und dann tatsächlich stattgefundenen Ausflug, sowie über den morgigen Trip nach Shanghai werde ich später berichten, jetzt müssen wir erstmal ein neues Restaurant ausfindigmachen.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Tanja wieder online

Im Gegensatz zu Suzzan bin ich seit Sonntag endlich online. Das war ein Kampf, musste mich ganz schön in Geduld üben, nachdem der Anschluss vergangenen Montag bereits freigeschalten war.
Kein Wunder bei dieser Installation und außerdem fehlte das Modem. Nun gut, ich also auf Arbeit Bescheid gesagt, dass es nicht geht. Der IT`ler erklärt mir ein paar Sachen und gibt mir ein Teil mit, damit ich es versuchen konnte selbst zulösen, ich Technik-Genie, saß abends also davor und hatte trotzdem keinen Schimmer. Außerdem fehlte ja weiterhin das Modem. Okay, Info ging an den Vermieter (über die Makleragentur), der dann am Mittwoch vorbeikommen wollte. Was er natürlich nicht tat. Dann hieß es er kommt vielleicht am Donnerstag - also nicht. Wir hatten nämlich mal gelernt: "ja" heißt "vielleicht" und vielleicht heißt "nein". Und am Freitagnachmittag wurde mir gesagt er kommt am Wochenende, Samstag oder Sonntag. Na prima, mein Wochenende verbrachte ich also mit warten. Samstag kam niemand, aber dann Sonntagmorgen klingelte mein Telefon, eine Stimme fragte mich "sind sie zu Hause?". Gegen 11:00 Uhr kam eine junge Chinesin (von der Agentur) mit dem Modem, steckte alles ganz fix zusammen und dann der Test. Es ging nicht. Sie rief einen Freund an, der dann auch 10 Minunten später in meiner Wohnung stand. Er probierte ein bisschen herum und brachte es auch nicht zum laufen. Also wurde noch ein Freund angerufen und dann noch einer - am Ende standen 5 Chinesen in meiner Wohnung und fachsimpelten darüber, wie sie die Kabel am besten verbinden könnten. In der anderen Ecke des Zimmers fanden sie eine weitere Telefondose und probierten da. Nix. 16:00 Uhr gaben sie dann auf und verabschiedeten sich mit vielen Entschuldigungen.
Leider war ich noch nicht mal ein guter Gastgeber, denn ich hatte nix da was ich ihnen hätte anbieten können. Schließlich habe ich nicht damit gerechnet jemals soviele Leute in der Wohnung zu haben.
Die junge Chinesin sagte mir noch irgendetwas bevor sie ging - klang wie "es kann jetzt zwei Tage dauern, ich melde mich bei dir".
Bin dann erstmal Frustshoppen gegangen, bis ich von ihr einen Anruf erhielt, dass sie in 10 min. mit einem Techniker vor meiner Tür stehen wird. Gut, dass ich nicht mehr zu Hause war. Unterbrach dann zwar sofort die Shoppingtour, fand dann aber ewig kein Taxi und die beiden mussten eine halbe Stunde warten, was sie zum Glück taten.
Der Techniker packte sein Werkzeug aus, stellte die Kontakte am Kabel her, testete noch ein bisschen und nach nur 15 min. lief mein Internet.

Am Montag war der letzte Tag vom Frühlingsfest - habt ihr durch den Großbrand in der Nähe des CCTV-Towers in Beijing- bestimmt mitbekommen.

Ich traf mich erst mit einer Freundin am Nanchang Tempel, dort war mächtig was los, vorallem Buden, die Schnickschnack verkauften, viele Fressbuden, an denen wir wieder chinesische Leckerein probierten und überall ließen die Leute Laternen/Lampions, beschriftet mit ihren Wünschen, steigen. Das wollten wir auch. Kauften also bei einer netten alten Dame einen, leider hatte sie nur noch welche mit der Aufschrift "Happy Birthday". Jetzt hatten wir also so ein Ding, aber kein Feuer, hm. Aber es gab ja genügend Chinesen, und die haben bestimmt ein Feuerzeug. Die dort drüben, mit den kleinen Kindern sehen nett aus, die fragten wir also.
Und dann dass: Kontakt zur Staatsgewalt No. 3!
Kurz bevor der Ballon dann in der Luft war kam plötzlich ein Polizist und blies das Feuer aus. Wir dachten erst was für ein A... , aber die wollten nur nicht, dass wir den Tempel in Brand setzen - wussten wahrscheinlich schon vom Brand in Beijing und waren besonders vorsichtig. Sie zeigten uns die Richtung in der ein freier Platz ist, wo wir, begleitet von einigen Chinesen, die Laternesteigen lassen konnten.
Irgendwann, gesättigt und die Nase voll von den vielen Leuten, entschieden wir uns noch auf ein Bierchen ins Paulaner Bräuhaus im Kempinski Hotel zu gehen und trafen dort weitere Bekannte.
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Oh, mir fällt gerade noch etwas zu dem Club am Freitagabend ein:
Stellt Euch vor ihr seid in China, in einer vergleichsweise kleinen Stadt in einem Club, um Euch herum viele Chinesen und tatsächlich auch ein paar Ausländer (hier sind die also alle). Vor Euch begegnen sich immer die Putzfrauen, die jede Zigarettenkippe aufkehren und plötzlich tönt DJ Ötzi aus den Boxen. Ist fast so gruselig wie der Ausgang einer Unterführung in Shanghai, in der man mit unbekannten deutsche Schlagern beschallt wird.
Ganz schnell, Leute - mir gehts gut, in der Arbeit bin ich nicht gerade erfolgreich aber es macht Spass und ich hab gerade ein neues Bauprojekt gefunden, huhu - meine Arbeitskollegen werden immer netter, auch wenn ein paar bals aufhoeren, Zeit vorbei - ich hab auch noch kein Internet, daher leider keine ausfuerhlichen Eintraege - ich hab euch alle schrecklich lieb, und Tante Ursel, und wuensch dir alles alles Liebe zum Geburtstag, auch wenn das verflucht spaet kommt. Wart ihr alle schoen essen zusammen? Ich schick dir noch ne Karte!
Ich vermiss euch alle und denk an euch - haltet die Ohren steif!
Eure Susi!

Samstag, 7. Februar 2009

Wuxi: 1. Arbeitswoche ist vorbei

deshalb wiedermal aus dem Wuxier Internetcafe.

Die erste Arbeitswoche ist ueberstanden. War ganz schoen aufregend, als ich am Montag an der Bushaltestelle stand und auf den Shuttlebus gewartet habe - nachdem ich 06:30 Uhr mit Blasmusik von der Strasse geweckt wurde. Faehrt der hier ab? Woher erkenne ich den richtigen? Nach dem ich ein paar wartende Chinesen gefragt habe, verwiesen die mich an einen anderen Chinesen, der mein Arbeitskollege sein sollte. Puh, erste Huerde geschafft. Dann sass ich also im Bus mit den neuen Kollegen. Eine winkte mir freundlich zu, sollte ich die kennen? Ich konnte mich nicht erinnern. Als wir das Firmengebaeude betraten bat sie mich ihr ins Buero zu folgen. Aha, dass ist also Miss Lu (die Personalfrau) - Miss Lu habe ich beim Vorstellungsgespraech kennengelernt, aber ich haette schwoeren koennen dass sie vor 3 Monaten noch kurze Haare hatte. Na gut. Dann sass ich also erstmal bei ihr im Buero. Nach einer Weile kam dann der Chef und stellte mich dem neuen Produktionsleiter vor, der mit mir angefangen hat.
Der erste Tag war dann sehr allgemein: Firmenpraesentation, Abstimmung der Aufgaben und erstes Einlesen. Wie erste Arbeitstage eben so sind.
Jetzt wo die erste Woche vorbei ist kann ich Euch sagen, dass ich ganz zufrieden bin. Meine Aufgabe ist ganz schoen anspruchsvoll und hat vorallem nix mit Kaffeekochen und kopieren zu tun.
Am kommenden Mittwoch ist dann mein erstes Meeting, in dem auch ein Brainstorming mit den chinesischen Kollegen stattfinden. Dass wird spannend. Muss noch einen Praesentation vorbereiten und muss mich erstmal wieder ins 2003er PowerPoint (engl.) reinfitzen, wo ich doch in den letzten zwei Jahren immer mit der 2007er Version (dt.) gearbeitet habe.
Oh, und ich kann nicht in meinem gewohnten Arbeitsrhythmus arbeiten, bin ja auf den Shuttlebus angewiesen und kann deshalb gar keine Ueberstunden machen!
Ist echt lustig, puenktlich um 12 Uhr mittags, zur Mittagspause und 17:30 Uhr zum Arbeitsschluss wird alles fallen gelassen bzw. Rechner heruntergefahren (Shuttlebus faehrt 17:40 Uhr zurueck).
Ueber was kann ich denn noch so berichten? Achja, die Mittagspausen. Es gibt eine Kantine, wo erst die Arbeiter aus der Fertigung essen von 11:30-12:00 und dann ab 12:00 -12:30 (meist kuerzer) die Bueroangestellten. Die Leute sitzen zusammen und unterhalten sich. Dumm nur dass die Chinesisch reden und ich zwar Brocken, aber keine Zusammenhaenge verstehe. Inzwischen habe ich schon den Tisch gewechselt und sitze da, wo mich auch mal jemand auf Englisch anspricht :)
Soviel erstmal zur Arbeit.

Am Donnerstag habe ich dann die ersten Auslaender in Wuxi kennengelernt. Kontaktknuepfung ueber die studivz-Gruppe "Praktikanten in Wuxi". Wer haette gedacht, dass es so etwas gibt. Ich bekam also die Info, dass sich ein paar Leute beim Japaner treffen. Die paar Leute waren 10: 6 Deutsche, 1 Schweizer, 2 Amerikaner und 1 Australier. Cool, endlich bin ich herausgeloest aus der Isolation.
Freitagabend traf ich mich dann mit ein paar von ihnen und ein paar andere Leuten in einer Bar, und dann landeten wir noch in einem Club. War ganz nett, also ihr lieben Shanghaier, auch in Wuxi kann man gut ausgehen...
... und wir haben auch einen H&M! -kann meine Klamotten also hier kaufen und muss nicht immer nach Shanghai kommen ;o)

Ausserdem habe ich jetzt den Tipp bekommen, dass es im Kempinski Hotel Schwarzbrot.

Glaube, mein Geld ist hier gleich runter. Melde mich wieder.

Samstag, 31. Januar 2009

Reunion in Shanghai

die letzte Woche war sehr interessant, von allem war etwas dabei: ein bisschen Spannung, Entspannung, Sonne, Regen und viel unleckeres Essen.

Nachdem ich also letzten Sonntag fruehmorgens aufgebrochen bin, um mit Suzzan Shanghai unsicher zu machen, traf ich mich erstmal mit der lieben Karo, die total fantastisch im Stadtzentrum Shanghais wohnt. Hab dann auch schon gleich am ersten Tag alles gesehen, was man da wohl sehen kann. Zum Beispiel die Nanjing Lu, die sich hervorragend zum shoppen eignet- aber auch nur, wenn man genuegend Kleingeld hat. Vom People's Square zweigt die Fuzhou Lu ab, in der es einige Cafes und Buchlaeden gibt, unter anderem sogar einen Foreign Languages Bookstore (Buchladen mit fremdsprachiger Literatur). Hier hab ich mich erstmal eingedeckt, Suzzan dann uebrigens am naechsten Tag. Dies fuehrte dazu, dass unsere Aktivitaeten in den naechsten Tagen erst mit dem Mittagessen begannen. Denn unsere Buecher waren sooo spannend, dass sie uns morgens immer noch eine Weile ans Bett fesselten (okay, die Kaelte tat ihr uebriges dazu.

Aber erstmal muss ich noch vom 25.01.2009 berichten, dem letzten Tag im Jahr der Ratte. Am Nachmittag trafen wir uns dann alle bei Karo, Suzzan, Anja und Tatjana. Irgendwo wollten wir was Essen gehen und dann in ne Bar. Wir suchten uns also erstmal ein offenes Restaurant. War gar nicht so einfach. Viele hatten geschlossen, weil die Mitarbeiter ja bei ihren Familien in den Provinzen waren. Na gut, als wir dann endlich ein Restaurant gefunden hatten, war das Essen gar nicht mal so schlecht. Noch beim Essen beschlossen wir allerdings, dass wir -aus Kostengruenden- lieber erst noch mal eine Flasche Wein und was zum Knabbern besorgen und nen DVD-abend bei Karo machen, bis elf Uhr und dann raus gehen und schauen, wo der beste Platz zum Feuerwerk schauen ist. Der Film wurde immer wieder durch lautes knallen der Chinaboeller unterbrochen. Ihr werdet jetzt denken, klar, war ja Silvester. Ist bei uns doch auch nicht anders. Ich kann Euch sagen, doch, es ist anders, naemlich viiiiiieeeeel leiser. Diese Boeller an sich, sind meiner Meinung nach schon viel lauter, als das was das normale europaeische Ohr sonst gewoehnt ist. In den Haeuserschluchten Shanghais, Beijings, Wuxis allerdings kommt die Knallkraft noch 100mal staerker an unseren sensiblen Ohren an.
Das schoene am Chinesischen Neujahr ist dann im ueberigen auch, dass die Boellerei noch mindestens eine Woche weitergeht. Wir hoffen ja noch, dass es ueberhaupt irgendwann wieder aufhoert.
Der Film war also zu Ende und die Zeit des Jahreswechsels rueckte immer naeher. Wir also unsere Sachen angezogen und raus. Erster Anlaufpunkt: Jing An Tempel, ganz in der Naehe. Die Karten, oder was auch immer die Leute fuer 350 RMB gekauft haben um in den Tempel zu kommen waren uns dann doch zu teuer und wir entschieden uns einfach noch ein Stueck zu laufen. Viel Zeit hatten wir inzwischen auch nicht mehr. Eine Minute vor Mitternacht sind wir auf einer "Ueberquerungs"-Bruecke angekommen und konnten von hier aus schon die ersten Feuerwerke sehen. Schnell war entschieden hier stehen zu bleiben und die bunten Lichter zu betrachten. Um uns herum standen auch noch einige Chinesen. Nach ner halben Stunde knallte es immer noch ueberall. Es wurde aber langsam kalt und wir fanden den Weg zu einer Bar. Auf dem Weg dahin sahen wir noch eine besoffene Taxifahrerin, die neben ihrem Wagen auf der Strasse schlief (Autoschluessel noch in der Hand), viele Boeller und eine Schlaegerei mit der Polizei, sowie einige bettelnde Kinder vor den Bars.
Gegen zwei schlugen wir den Heimweg ein und ich konnte bald darauf das Appartement von Suzzan in der 21. Etage bewundern. Bin schon gespannt, wie es jetzt, nach dem die Vorhaenge und Bilder (die wir zusammen gekauft haben) an der Wand haengen, aussieht.
Die naechsten Tage verbrachten wir im wesentlichen mit Shoppen, oder hab ich irgendwas vergessen? Ach ja, am Freitag trafen wir Alin und haben ein paar Kunstausstellungen besucht. Naja, anderthalb, um es genau zusagen. In der ersten fanden wir einen Flyer mit anderen Galerien in der Innenstadt. Wir uns also auf den Weg gemacht und die eine, die wir suchten, sogar gefunden. Hm, Tuer zu. Was nun? Klingeln natuerlich. Wir wurden sogar herein gelassen. Obwohl die Ausstellung gerade gar nicht offen hatte, weil sie gerade alles fuer eine neue Ausstellung vorbereiten.
Weitere Berichterstattung werde ich Suzzan ueberlassen. Habe naemlich jetzt Hunger und werde mich mal auf den Heimweg machen.
Hoffe ja, dass ich morgen Internet in meiner Wohnung habe (morgen ist doch Februar.)
Gruesse aus Wuxi.

Samstag, 24. Januar 2009

kurz vorm Fruehlingsfest...

... kam heute vormittag mein Vermieter und hat mir einen neuen Receiver gebracht, wahrscheinlich damit ich morgen die "Chunjie Wanhui" - das Fest zum Fruehlingsfest - anschauen kann. Bin zwar nicht da, kann aber heute Abend endlich mal wieder Nachrichten sehen.
Danach wollte ich noch ein paar nuetzliche Dinge, wie Besen, Muelleimer, Besteck (Messer,Gabel, Staebchen), kaufen und bin dazu in den Carrefour gegangen. Zum Glueck wollte ich nur ein Brot oder so, sonst haette sich der ganze Aufwand nicht gelohnt. Das Suchen der Sachen war kein Problem, denn die Massen befanden sich alle in der Lebensmittelabteilung. Der Weg da durch war dann schon schwieriger. So, nun musste ich aber auch noch bezahlen - so ein Mist - denn an den Kassen brach das Chaos aus. Hier haben die Chinesen ihren ganzen Anstand und ihre gute Erziehung verloren. Vergassen die Sache mit dem Gesichtsverlust und der Achtung der Aelteren. Ich stand geschlagene 40 Minuten an bis ich endlich bezahlen konnte, in der Zwischenzeit konnte ich sehen, wie die Leute gedraengelt, mit Einkaufswagen andere Kunden eingeklemmt und sich gegenseitig angeschrien haben. Ich steckte uebrigens auch zwischen diversen Einkaufswagen fest. Zum Glueck hatte ich meine Sachen alle irgendwie in der Hand und selbst keinen Wagen.
Das war dann heute auch mein einziges Erlebnis, ausser, dass ich festgestellt habe, dass in meinem Haus tatsaechlich auch andere Leute leben - deshalb hat der Fahrstuhl auf dem Weg nach unten auch viermal halten muessen.
Morgen frueh, 07:30 Uhr fahre ich nach Shanghai, quartiere mich bei meiner Lieblingsmitbewohnerin aus Beijing ein und werde mit ihr und ein paar anderen Leuten das chinesische Neujahrsfest feiern.
In diesem Sinne, 祝你们新年快乐!(Ich wuensche Euch allen ein glueckliches neues Jahr - Jahr des Bueffels -)

Freitag, 23. Januar 2009

Nachtrag Stadtansichten Wuxi

Bin von meiner heutigen Erkundungstour zurueck und kann sagen, das Stadtzentrum ist bequem zu Fuss erreichbar, ca. 20 Min. Der Stadtkern ist sehr modern, sehr laut und mit sehr vielen Menschen gefuellt. War heute auch auf der Suche nach Auslaendern, von denen ich jedoch nur zwei gesehen habe. Ich habe sogar die Ecke wieder gefunden, in der ich vor drei Monaten - so lange ist mein erster Wuxi-Besuch schon her - schon einmal war und habe mir im selben Starbucks Cafe wieder einen Kaffee gegoennt.

Jetzt sitze ich wieder zwischen hunderten Spielsuechtigen Chinesen im Internetcafe und es spielen wirklich alle - nur ich nicht. Was auch gut so ist.

Melde mich die Tage wieder, vielleicht aus Shanghai.