Am Samstagabend waren wir in einem Hutong unterwegs – davon hatten wir noch nicht berichtet… … nach dem großen Feuerwerk am Tiananmen haben wir uns auf den Weg gemacht das alte Beijing zu sehen.
Am Sonntag war in unserer WG ausschlafen angesagt. Was echt notwendig war, da die Nacht (für mich zumindest) wieder unruhig verlief. Es hat so krass gewittert, dass bei jedem Donner die Wände des Hauses zu wackeln schienen. Kurzzeitig zweifelte ich daran, ob es nicht vielleicht doch ein Erdbeben war. Aber die Blitze und der Regen bewiesen mir, dass es sich um ein Gewitter handelte.
14:00 Uhr trafen wir uns mit den anderen, um mit dem Taxi zum Peking University Gymnasium zu fahren. Dort fand der Tischtennis-Wettbewerb der Paralympics statt. Vorsichtshalber waren wir 1,5 Stunden früher da - wurde uns geraten, wegen der Sicherheitskontrollen und so. Vor uns war nur eine ganz kleine Schlange und da es gerade ein wenig geregnet hatte wurden sogar Regencapes verteilt. Innerhalb von fünf Minuten passierten wir alle Sicherheitskontrollen und hatten alle Zeit der Welt uns einen guten Platz auszusuchen.
Wir saßen direkt über den Offiziellen und den Team Doctors. Gespielt wurde an 8 Tischen je eine Runde, wer verlor war raus. In jeder Runde schienen immer Sportler mit anderen Behinderungen zu spielen. Ganz sicher sind wir uns aber nicht.Am Tisch 1 waren Kameras aufgebaut – an diesem Tisch haben immer die Deutschen gespielt. Wir waren uns total sicher, dass diese Spiele im deutschen Fernsehen übertragen werden – es wurden nicht alle gefilmt, das konnten wir in der Halle beobachten, aber die meisten. Jetzt mussten wir uns also anstrengen, damit wir die Kameras auf uns lenken konnten um einen Gruß nach Hause zu schicken. Anfangs war es sehr schwer. Zum einen hätte uns nur die Kamera erfassen können, die den Schwenk durch die Halle gemacht hat. Andererseits saßen wir im Block der Chinesen und direkt vor uns hat auch immer ein Chinese gespielt. Dong Dong und Xi Yue hatten nach zwei Stunden keine Lust mehr und sind gegangen. Jetzt waren wir noch drei Deutsche – die anderen Deutschen, die wir auf der anderen Seite gesehen hatten, haben bereits nach zwei Spielen die Halle verlassen. Die Teamärztin hatte uns irgendwann entdeckt und rief uns zu, dass man von den Deutschen ganz schön wenig hört. Also nutzten wir von nun an die Pausen, in denen die Chinesen ruhig waren und feuerten unsere Deutsche Spielerin an – zu diesem Zeitpunkt spielte gerade Monika Sikora-Weinmann und war auf dem besten Weg zu gewinnen (am Tisch in der Mitte). Was sie dann auch
Danach beschlossen wir auf die andere Seite der Halle zu gehen, damit wir größere Chancen haben von der Kamera erfasst zu werden und den Gruß nach Hause zu schicken. Schließlich dachten wir ja, dass unsere Familien und Freunde alle vorm Fernseher sitzen. Und tatsächlich, wir haben es geschafft und uns dreimal in Großaufnahme auf der Leinwand gesehen und Euch allen gewunken.Umso enttäuschter waren wir, als wir später in Deutschland anriefen und erfuhren, dass es entweder gar nicht geschaut wurde oder aber gar nicht übertragen wurden L.
Hier also nochmal der Aufruf für kommenden Sonntag, 14.09.2008: Frühstück vorm Fernseher und die Volleyballspiele (Spiel um Platz drei und Finale) – inkl. Siegerehrungen anschauen! Beginn ist 16:00 Uhr à 10:00 Uhr MEZ!!!
Wir werden uns ins Zeug legen, damit wir nochmal gefilmt werden.
Gestern hat die Uni begonnen. Jetzt müssen wir jeden morgen früh aufstehen…… aber zumindest beginnen die Vorlesungen hier erst 08:00 Uhr und nicht wie in Zwickau 07:30 Uhr. Wir waren alle sehr gespannt wie die Kurse sind in die wir gesteckt wurden. Ich bin mit meinem ganz zufrieden. Im Moment ist es noch ein bisschen Wiederholung von dem was ich schon mal gehört habe, aber das ist zu reinkommen ganz gut – zumal die Lehrer ja chinesisch reden. Da weiß ich wenigstens um was es geht und es sind auch noch nicht zu viel ganz neue Vokabeln. Also alles bestens. In meinem Kurs sind viele Südkoreaner, einige Japaner, ein Thailänder, eine Indonesierin, eine Deutsche und (noch) einen Spanierin. Mal sehen, ob der Kurs so bleibt oder ob viele wechseln. Nach dem Unterricht war ich heute mit einer Koreanerin (Aeri) aus meinem Kurs Mittagessen. Die Kommunikation zwischen uns ist ein lustiger Mix aus Chinesisch und Englisch. Suzzan hat sich auch schon mit einer Koreanerin aus ihrem Kurs angefreundet. Mit ihr gehen wir morgen Abend essen. Heute ist aber erst noch ein Essen mit Chinesen geplant. Monika hat sich um weitere Sprachpartner für die Zwickauer gekümmert. Also ist heute ein großes „Kennenlern-Essen“. – Keine Angst Papa, ich bin rechtzeitig zum skypen zurück :-).
1 Kommentar:
Hallo Tanja,
natürlich bin ich auch fleißig am lesen - meistens auf Arbeit in der Mittagspause (aber niemanden verraten ;-P). Eure Stories finde ich auch total spannend.
Es ist schön, dass ihr das anfängliche Durcheinander gut überstanden habt und schon langsam zu richtigen Experten werdet. Am Sonntag weiss ich noch nicht genau, ob ich 10 Uhr Zeit finde, aber ich nehme es mir fest vor.
Also habt noch weiter eine schöne Zeit und schreibt weiter so fleißig.
Viele Grüße
Ramona
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