Xiangshan-Park
Xiangshan bedeutet "Duftberg", doch nicht der Berg duftet hier, sondern sein Gipfel sieht aus wie ein Gefäß, in das im Tempel Räucherstäbchen gesteckt werden. Und hinauf kommt man heutzutage vom Nordtor aus mit dem Sessellift.Schon seit mehr als tausend Jahren werden an dieser Erhebung in den Westbergen Tempel, Pagoden, Pavillons, Tore und Villen gebaut, für einsame Eremiten, aber auch für die Bewohner der Hauptstadt, die vor allem im Sommer der Hitze in die kühleren Berge entfliehen wollen. Auch im Herbst kommen zahlreiche Ausflügler und ergötzen sich an den satten roten Blättern der Ahornbäume an den Abhängen (http://www.schwarzaufweiss.de/peking/xiangshan.htm).
Geplant hat diesen Auflug unser "Klassensprecher" - ein Thailänder. Er und sechs
Koreaner sowie Matti und ich schlossen sich dem Ausflug an. Treffpunkt 08:30 auf dem Campus. Wir sind dann doch schon um 09:15 losgelaufen - in Richtung U-Bahn um anschließend mit dem öffentlichen Bus zum Ziel zu fahren. Die ganze Reise dauerte zwei Stunden - stehend und wie die Ölsardinen eingequetscht natürlich. Das Ziel von Natur und Ruhe vor Augen überstanden wir die Fahrt, auch wenn's schwer war, denn kurz vorm Ziel waren die Fußgänger schneller als der Bus.
Gegen halb zwölf kamen wir also am Fuße des Berges an. Dort ahnten wir schon, was uns erwarten wird. Natürlich gab es hier tausende Souvenier- und Fressstände - mit schöner elektronischer Beschallung, welche jegliche Tiere in der Umgebung vertreibt. Egal, oben kann es nur besser werden. Matti und ich lösten uns aber zuerst von der Gruppe, denn wir wollten noch am gleichen Tag hoch und wieder runter...
Wann wir angekommen sind weiß ich schon gar nicht mehr. Ich kann mich nur noch erinnern, dass ich schnell wieder runter wollte, denn soviel Leute auf einem Haufen habe ich selbst in China noch nicht erlebt. Von in Ruhe den Blick auf Beijing genießen konnte keine Rede sein. Die Chinesen haben es sich überall gemütlich gemacht, ihre Fresspackete ausgepackt, sich auf Zeitungspapier gesetzt, gepicknickt und Karten gespielt.
Wir zwei Deutschen wollten also schnell zurück, irgendwohin wo es ruhiger ist. Der ganze Park ist aber so verschachtelt, dass wir ewig umherirrten um einen Weg nach unten zu finden. Den selben wie hoch wollten wir auf keinen Fall wieder runter. Und die Variante Seilbahn hat sich beim Anblick der ca. 1000 Meter Menschenschlange gleich erledigt.
Wir hatten Glück. Endlich fanden wir, wo nach wir so lange suchten: einen ruhi
gen Weg mit wenigen Menschen von dem aus man in Ruhe auf Beijing schauen konnte und auch etwas rotes Herbstlaub sah. Der Blick auf Beijing war interessant, jedoch hätte ich mir gern erspart die Smog-Glocke, die wir immer schon in der Stadt spüren, in voller größe zu sehen.
Wir zwei Deutschen wollten also schnell zurück, irgendwohin wo es ruhiger ist. Der ganze Park ist aber so verschachtelt, dass wir ewig umherirrten um einen Weg nach unten zu finden. Den selben wie hoch wollten wir auf keinen Fall wieder runter. Und die Variante Seilbahn hat sich beim Anblick der ca. 1000 Meter Menschenschlange gleich erledigt.
Wir hatten Glück. Endlich fanden wir, wo nach wir so lange suchten: einen ruhi
Am End war es ein anstrengender, aber doch noch ganz schöner Auflug.
Den Tag beschlossen wir mit einem Peking-Ente-Essen (烤鸭).
Den Tag beschlossen wir mit einem Peking-Ente-Essen (烤鸭).
Fazit:
1. Beijing am Wochenende nicht in Richtung Ausflugsziele verlassen.
1. Beijing am Wochenende nicht in Richtung Ausflugsziele verlassen.
2. Zum wandern ist das Erzgebirge schöner, ruhiger und die Luft ist sauberer, was schönere Aussichten zur Folge hat.
Da meine Kondition irgendwo auf dem Flug nach China verloren gegangen ist, habe ich mir, unten wieder angekommen, gleich ein paar Walking Stöcke gekauft und bin gestern gleich 1 1/2 Stunden gewalkt. Durch den Park in unserer Nähe. Die Chinesen haben nicht schlecht gestaunt, was die komische Langnase da macht. Bin gespannt, wann mir der erste Chinese mit Stöcken entgegenkommt - lauf da ja jetzt öfter lang ;-)
3 Kommentare:
For God's sake, how the hell can you write those many information on your blog? Could you tell me, when I should catch up with all those entries??...i've just re-discovered your blog-address when I was tidying out my emails:) Anyways. I soon will be back in Melbourne, and hopefully I can spare some time on my hand!
I take my hat off to you - well done! :) I might have had an encouraging example, haven't you? *lol*
Have fun over there, my friend.
I'll possibly speak to you soon!
Toodles.
Heike.
Das mit den Walking-Stöcken finde ich klasse! Und Matthi hat mir schon den rasanten Aufstieg zum Gipfel beschrieben! :-) aber du machst das Prima. es ist wirklich sehr zum schmunzeln. Verlier trotzdem nicht den Mut. Chinesen können ja nicht überall sein, oder?
viele liebe Grüße
Nadja
Liebe Tanja,
vielen Dank für deine Ansichtskarte. Wir haben uns sehr gefreut. Es ist immer wieder spannend in deinem Blog über eure Erlebnisse im fernen China zu erfahren. Schön dass es dir gut geht. Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Studium sowie eine erlebnisreiche Zeit und freu mich schon auf weitere spannende Geschichten von dir.
Tschüss
Dani
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