Nachdem der Ticketkauf letzte Woche ein mächtiger Krampf war, habe ich es geschafft und bin am Samstagfrüh nach Shanghai gefahren. Ich hatte das etwas unterschätzt, dass die Chinesen bei auch nur einem Feiertag schon wie verrückt reisen und dementsprechend lang die Schlangen am Ticketschalter sind. Mein erster Versuch war am Donnerstagmorgen (okay, war ein bisschen spät in der Woche) am Ticketoffice vor meiner Haustür. Hatte 15 min für Ticketkauf eingeplant (geht sonst in 3min). Es schien aber bei den Kunden vor mir ein paar Schwierigkeiten zu geben, so dass die Diskussion wann sie denn nun wohin fahren wollen zu lange für mich dauerte. Nach 10 min hatte ich mich noch kein Stück bewegt und es sah auch nicht so aus, als würde das in den nächsten zwei Minuten anders. Also bin ich ohne Ticket erstmal auf Arbeit. Ich versuch mein Glück am Abend nochmal, vielleicht hat das Büro ja noch auf, wenn ich komme. Der Shuttlebus war an diesem Tag sogar etwas schneller und ich bin schnell noch zum Ticketoffice gelaufen. Da schließt der Verkäufer gerade die Tür vor meiner Nase zu. Na gut, muss ich eben doch zum Bahnhof. Also, fix ins nächste Taxi gesprungen und ab die Post. 18:30 Uhr angekommen, lange Schlangen an allen Schaltern und dann schließen die auch noch 19:00 Uhr. Das wird knapp. Egal, stell mich trotzdem an.
Jetzt fängt es auch noch an zu regnen. Das ist ja super. Nur noch eine Viertelstunde und es sind immer noch so viele Leute vor mir. Neben mir wird das Tor schon runtergelassen. Nur noch die Leute, die hinter dem Tor stehen dürfen rein. Ich steh noch draußen. Hm, schnell noch reindrängeln. Puh, Glück gehabt, als das Tor meiner Reihe geschlossen wird steh ich dahinter.
Nur noch fünf Minuten und noch ungefähr 5 Leute vor mir. Noch zwei Minuten und 3 Leute. Nur noch ein paar Sekunden und nur noch 1 Mädchen vor mir. Und dann wird ihr gesagt: "Wir schließen jetzt" . Nein, umsonst da gestanden. Verdammt. Jetzt ist Donnerstagabend und ich habe für morgen immer noch kein Ticket. Letzte Chance, eine Stunde (!) früher aufstehen und dann gleich bei der Öffnung des Ticketoffice' vor der Tür stehen.
Nur noch fünf Minuten und noch ungefähr 5 Leute vor mir. Noch zwei Minuten und 3 Leute. Nur noch ein paar Sekunden und nur noch 1 Mädchen vor mir. Und dann wird ihr gesagt: "Wir schließen jetzt" . Nein, umsonst da gestanden. Verdammt. Jetzt ist Donnerstagabend und ich habe für morgen immer noch kein Ticket. Letzte Chance, eine Stunde (!) früher aufstehen und dann gleich bei der Öffnung des Ticketoffice' vor der Tür stehen.
Hat geklappt und ich konnte Du Mei Yan am Samstagmorgen in Shanghai in Empfang nehmen.
Das mit Susann's Wohnung hat auch super geklappt. Danke!
Und dann ging auch schon gleich der Sightseeing-Marathon los. Wir hatten für die beiden Tage einen tollen Reiseführer - an dieser Stelle nochmal ein großes DANKESCHÖN an Alin.
Und dann ging auch schon gleich der Sightseeing-Marathon los. Wir hatten für die beiden Tage einen tollen Reiseführer - an dieser Stelle nochmal ein großes DANKESCHÖN an Alin.
Trafen uns zum Essen in DEM Baozi-Imbiss Shanghais. Super lecker! Von da aus habe ich mich erstmal ausgeklingt und habe mich von Nicole verabschiedet, die noch bei Freunden in Pudong war. Das ist zwar ab vom Schuß - Endstation der U-Bahn, aber super Wohngegend, schickes Haus, Ruhe und ein bisschen Natur. Bin schon ein bisschen neidisch gewesen.
Dann wieder zurück ins Stadtzentrum, um Du Mei Yan und Alin zu treffen - Mitten auf der Nanjing Lu (riesengroße Einkaufsstraße). Zwar an der U-Bahnstation, aber ich habe es trotzdem geschafft vom richtigen Ausgang in die falsche Richtung zu laufen. Demzufolge hat das Zusammentreffen mit den beiden ein bisschen gedauert (gut das es Mobiltelefone gibt), blöd
nur das es geregnet hat.
Dann wieder zurück ins Stadtzentrum, um Du Mei Yan und Alin zu treffen - Mitten auf der Nanjing Lu (riesengroße Einkaufsstraße). Zwar an der U-Bahnstation, aber ich habe es trotzdem geschafft vom richtigen Ausgang in die falsche Richtung zu laufen. Demzufolge hat das Zusammentreffen mit den beiden ein bisschen gedauert (gut das es Mobiltelefone gibt), blöd
Nächster Stop, Xintiandi. Dort befindet sich Shikumen, ein Viertel, welches das alte Shanghai zeigt, und ein Mix aus traditionellem chinesischem Lifestyle und moderner komerzieller Kultur ist. Jedenfalls sehr nett. Dort befindet sich auch ein kleines Museum, das "Open
House". Es zeigt den Lebensstil der 1920er und 30er in Shanghai. Unverkennbar der koloniale Einfluss, so sieht man z.B. eine Singer-Nähmaschine und ein Radio von General Electric. Abendessen gab's in dem Viertel bei Thailänder. Wir wollten eigentlich außerhalb was billigeres essen, aber wie das in Shanghai immer so ist, wenn man was bestimmtes zu Essen sucht, findet man es nicht :)
Sonntagmorgen, 06:45 Uhr klingelt der Wecker - kaum vorstellbar. Aber wir hatten wir vor an diesem Sonntag. Vorallem wollten wir den Yu Yuan (Yu Garten) genießen - mit möglichst wenig Touristen. Dafür mussten wir entsprechend vor Ort sein. Hat auch alles super geklappt und wir konnten tatsächlich Fotos nur von uns machen oder auch nur von dem Garten, ohne Menschen. Und das beste, mitten in Shanghai haben wir sogar Vogelgezwitscher gehört. Rechtzeitig
vor dem großen Ansturm waren wir wieder draußen, mussten uns dann aber schon ganz schön durch das Gedränge in der Altstadt kämpfen. Wir begaben uns in die touristenarmen Seitenstraßen und aßen am Straßenstand Nudeln (zum Nachtisch gab es Kuhflecken-Schokolade).
Gestärkt und aufgetankt durch ein kleines Sonnenbad ging es weiter zum Bund, schließlich war heute Sicht. Das mussten wir nutzen, nachdem gestern das andere Ufer nur erahnt werden konnte.
Schnell ein paar Fotos von und mit uns und mit Chinesen und dann weiter mit der U-Bahn zum Longhua Tempel, dem wohl schönsten Tempel Shanghais. Gott sei dank (Buddha sei dank) gab es Sitzplätze in der Bahn, aber die Fahrt hat als Erholung noch nicht gereicht. Haben uns, bevor wir in den Tempel sind, bei einer bekannten Fastfood-Kette ein Getränk gekauft und sind dann rein in den Tempel, nächst beste Sitzmöglichkeit zum ausruhen genutzt. Puh, das tat gut. Jetzt konnten wir den Tempel auch in Ruhe anschauen. Unser letzter gemeinsamer Tagesordnungspunkt war die Rückfahrt Richtung Zentrum und wieder ein bisschen ausruhen, bei einem Eiskaffee.
Diesmal fand ich Shanghai richtig super. Lag sicher auch daran, dass ich ein paar ruhigere Ecken gesehen habe und zumindest am Sonntag die Sonne schien :)
Gestärkt und aufgetankt durch ein kleines Sonnenbad ging es weiter zum Bund, schließlich war heute Sicht. Das mussten wir nutzen, nachdem gestern das andere Ufer nur erahnt werden konnte.
Schnell ein paar Fotos von und mit uns und mit Chinesen und dann weiter mit der U-Bahn zum Longhua Tempel, dem wohl schönsten Tempel Shanghais. Gott sei dank (Buddha sei dank) gab es Sitzplätze in der Bahn, aber die Fahrt hat als Erholung noch nicht gereicht. Haben uns, bevor wir in den Tempel sind, bei einer bekannten Fastfood-Kette ein Getränk gekauft und sind dann rein in den Tempel, nächst beste Sitzmöglichkeit zum ausruhen genutzt. Puh, das tat gut. Jetzt konnten wir den Tempel auch in Ruhe anschauen. Unser letzter gemeinsamer Tagesordnungspunkt war die Rückfahrt Richtung Zentrum und wieder ein bisschen ausruhen, bei einem Eiskaffee.
Diesmal fand ich Shanghai richtig super. Lag sicher auch daran, dass ich ein paar ruhigere Ecken gesehen habe und zumindest am Sonntag die Sonne schien :)
Der heutige Montag ist Feiertag und ich habe etwas gemacht, was ich seit Wochen nicht mehr tun konnte... ausgeschlafen. Schön war's. Den Nachmittag verbrachte ich dann im Park (siehe vorhergehenden Bericht).
Und jetzt sitze ich auf meiner Dachterrasse und genieße die letzten Sonnenstrahlen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen