Sonntag, 28. September 2008

Eine Rikscha-Fahrt ist lustig...

Bevor ich meinen Pyjama-Abend mache (hab Sturmfrei, weil Suzzan mit Du Mei Yan auf’m Nachtmarkt ist) will ich noch schnell von den letzten Tagen berichten.
Wie ihr von Susann schon wisst, ist Nadja zu Besuch. Die letzten Tage haben wir viel unternommen. Gestern waren wir erst in der Verbotenen Stadt – ich hatte vergessen wie groß die ist. Eigentlich wollten wir uns ganz viel Zeit lassen und uns alles schön anschauen. Am Anfang, als wir noch Kräfte hatten, gingen wir mal nach links in eine der Ausstellungen. Das ist schon ziemlich imposant, wie weit entwickelt die Chinesen vor tausend Jahren schon waren. Nach zwei Stunden kam leider der Hunger dazwischen und außerdem taten uns die Füße weh, sodass wir nur den Hauptweg sahen, den auch jeder „stinknormale“ Tourist, der in einer Reisegruppe reist, gezeigt bekommt. Die meisten Hallen, die im Reiseführer auch beschrieben sind befinden sich im Nordteil der verbotenen Stadt. Die konnten wir uns leider nicht mehr anschauen – aus oben genannten Gründen. Wir hatten den Kaiserpalast, wie die verbotene Stadt auch genannt wird, vom Südtor her aufgerollt, dort wo Mao einen begrüßt. Gut, dass ich noch ein bisschen länger in Beijing sein werde, um mir den Rest auch noch in aller Ruhe anschauen zu können.
Als wir zum Nordtor rauskamen stürzten sofort zwei Chinesen auf uns zu die uns eine Rikschafahrt verkaufen wollten– die anderen Händler mit ihren Postkarten und Beijing-Büchern haben wir gekonnt ignoriert. Nach einigem verhandeln und nachdem wir ihnen begreiflich gemacht haben, dass wir erst was essen wollen, willigten wir in die Rikschafahrt durch die Hutongs ein. Schließlich gehört das dazu, wenn man Beijing erleben möchte. Wir wurden also zu erst in ein Restaurant geführt, indem es zum Glück wirklich preiswert war, welches auch schon ein bisschen Hutong-Stile, denn eine Toilette gab es nicht im Restaurant. Stattdessen mussten wir über den Hof in eine öffentliche Toilette –die war glücklicherweise relativ sauber.

Eine Rikschafahrt ist lustig…
So ein Hutong ist ja nun schon sehr alt, besteht aus alten Häusern und aus schmalen Wegen, denn als es erbaut wurde gab es noch keine Autos. Was will ich damit sagen? Eine Rikscha passt gerade so durch diese Gasse und manchmal sind diese auch ganz schön uneben. Jedenfalls stelle ich es mir so ähnlich auf einem Kamel vor, okay vielleicht noch ein bisschen unbequemer – aber das werden wir Euch gegen Ende der Woche berichten können.
Aber es war auch sehr interessant, denn die Fahrer haben uns auch einiges erklärt, welche Häuser aus der Qing-Zeit und welche aus der Ming-Dynastie waren (zu erkennen an den Türen) und ob da höhere Minister oder Minister niedrigeren Ranges drin wohnten. Das interessanteste überhaupt fand ich aber, dass damals eine Familie in einem Haus/Hof gewohnt hat und sich heute 10 – 20 Familien eines teilen.
Als wir dann am Ende der Fahrt bezahlen sollten stellte ich fest, dass mein Chinesisch doch noch nicht so gut ist. Hatte ich doch vorher bei unserer Verhandlung verstanden, dass wir pro Rikscha 80 Yuan bezahlen sollten. Jetzt waren es plötzlich 80 Yuan/Person (und wir waren zu dritt auf 2 Rikschas verteilt). Die beiden waren dann soweit, dass sie mit 200 Yuan zufrieden waren – aber Nadja’s Papa war es nicht. So drückte er ihnen einfach 160 Yuan in die Hand und wir gingen. Etwas verärgert ließen sie uns gehen – für sie war es trotzdem kein schlechtes Geschäft.

Den Abend verbrachten drei auf dem Nachtmarkt, aber ich konnte niemanden dazu bringen Seepferdchen oder Schafpenis zu essen (mich selbst eingeschlossen). So blieben wir bei Lamm und Hühnchen am Spieß, was sehr lecker war. Während ich zu Hause sitze, Blog schreibe und gleich die alten DVDs anschaue, sind alle anderen wieder auf dem Nachtmarkt unterwegs. Bin gespannt ob es morgen Berichte über den Verzehr von Raupen und anderem Getier geben wird.

Heute gab es ein ganz besonderes Highlight. Nadja’s Papa ist mit Professor Cao von der Pekinger Musikhochschule befreundet. Jener Professor gab heute ein Konzert, d.h. er moderierte und seine Studenten musizierten. Spezialität ist das Akkordeon. Ich war ja schon sehr gespannt, denn Akkordeon bringe ich immer mit Volksmusik in Verbindung und das ist nicht gerade meine bevorzugte Musikrichtung.
Aber zu erst muss ich von der Konzerthalle berichten, die befindet sich nämlich im neugebauten National Grand Theater. Dieses ist eine riesige Glaskuppel, umgeben von einem Wassergraben. Ich bin drum herumgelaufen und habe einfach keinen Eingang gefunden, bis mir ein Polizist den Weg gezeigt hat. Der Eingang befindet sich nämlich ein paar Meter entfernt und ist unterirdisch. Von unten sieht man dann durch eine gläserne Decke jenen Wassergraben – architektonisch schon ein Meisterwerk, aber wenn da mal ein Riss in der Decke ist…
… in diesem Gebäude befinden sich neben dem Konzertsaal auch noch der Opernsaal und ein Theater (glaube ich). Gigantisch!
Das Konzert war sehr schön. Ich war überrascht, wie vielfältig Akkordeon-Musik sein kann. Ich hab sogar den Gewinner der Kategorie 3 (der bis 18-jährigen) vom Klingenthaler Akkordeon-Wettbewerb 2007 live gesehen :-) - wenn das mal nix ist.
Nach dem Konzert gingen wir kurz Backstage, um ein paar Worte mit dem Professor zu wechseln, um dann nochmal ein paar Fotos von uns auf der Bühne zu machen.
Vielmehr ist heute nicht passiert, außer dass wir noch Essen waren und ich dann völlig kaputt nach Hause gefahren bin.
Hatte ich erwähnt, dass das Konzert 10:30 Uhr los ging, wir eine Stunde früher das sein sollten (um unsere Freikarten zu bekommen) und ich eine Stunde für den Weg brauchte?
Nein? Na dann wisst ihr es jetzt und ihr könnt Euch auch ausrechnen, wann ich aufgestanden bin – und das zum Sonntag. Zum Glück haben wir ab morgen Ferien und ich kann morgen ausschlafen.

Also, ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntagnachmittag und mir dann eine gute Nacht.

Samstag, 27. September 2008

Hi ihr Huebschen!

Eigentlich hab ich gar nichts zu berichten, aber mir ist gerade so nach schreiben - also muesst ihr jetzt damit leben! Du Mei Yan und ich haben das heutige Datum zum "Pyjamatag" erklaert - die Anfaenge dieser Kultur reichen weit in meine Jugend zurueck, darauf will ich jetzt lieber nicht eingehen. Strenge Verhaltensregeln hat dieser Tag im Grunde nicht, man kann sich alles erlauben, das tun, nach dem man Verlangen verspuert, unter einer Bedingung: Schlafanzug tragen! Ich hab mir zur Feier des Tages gerade ein Cappuccino Instandpaeckchen von Tanja geklaut (sie wird sich dafuer irgendwann an meiner Schokolade vergreifen, ich weiss es) und esse undefinierbaren Rosinenkuchen zum Fruehstueck. Geweckt wurde ich doch unerhoerterweise halb 12 von irgendeiner Abruchmaschine in der Nachbarwohnung, die renovieren gerade. Bin aufgestanden um mir meine Ohrstoepsel zu holen, als mein Blick doch auf die Uhr fiel. Huch! Jetzt muss ich natuerlich noch erklaeren, warum wir hier im Land der Kuriositaeten (es gibt keine 40 cent Billigschokolade!!!) doch ueber erwaehntes Luxusgut verfuegen - Importiert wurde die Schmuggelware von Nadia, die vorgestern hier bei uns eine Geschenkuebergabe veranstaltet hat - DANKE DANKE DANKE an alle in Einsiedel und Erdmannsdorf!!! (da kommt tanja doch her, oder...?!)

Wo bleibt Du Mei Yan denn? Hat wahrscheinlich Probleme, mit ihrem Haeschenschlafanzug ueber den Campus zu mir zu kommen. Na ich geb ihr noch ein paar Minuten. Hab uns gestern extra noch eine mit Liebe ausgesuchte Auswahl an Filmen zusammengestellt - Cary Grant, Marilyn Monroe, Marlon Brando - als wir in der Nanluogu Xiang auf der Suche nach coolen Geschenken fuer unsere Leute waren, mit Nadia unterwegs. Du Mei Yan ist jetzt da!! Sie quasselt die ganze Zeit, muss daher aufhoeren zu schreiben - machst gut! Und immer laecheln!


Mittwoch, 24. September 2008

Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt

Dank des guten GUANXI (in Deutschland würden wir vielleicht Vitamin B sagen) habe ich einen recht vielversprechenden Kontakt in Wuxi erhalten. Zum Interview bin ich auch schon eingeladen. Das Problem war bisher einen Termin zu finden, da Wuxi auch nicht gerade um die Ecke ist. Nach langem hin und her haben wir einen Termin für Samstagmorgen ausgemacht. Samstag? Genau, dieses Wochenende ist chinaweit ein Arbeitswochenende, damit dann ab Montag alle eine Woche Frei haben. Am 1. Oktober ist der Nationalfeiertag und offiziell sind drei Tage frei. Es arbeiten nun (fast) alle am Wochenende vorher durch, damit sie dann eine komplette Woche Urlaub machen können. Und genau da liegt das Problem. Denn auch am Wochenende vorher beginnt sich schon die Flut der Reisenden in Bewegung zu setzen. Ich also heute erst mal zum Bahnhof um die Tickets für den Nachtzug zu kaufen. Freitagabend 19:51 Abfahrt in Beijing und Samstagmorgen 08:14 Uhr Ankunft in Wuxi. Zum Glück hatte sich heute „Heidi“, eine Chinesin, die wir in der Botschaft kennengelernt haben, bei mir gemeldet. Ich bat sie mich zum Bahnhof zu begleiten. Tickets hätte ich ohne Probleme bekommen, aber haltet Euch fest: es gab nur noch STEHPLÄTZE! -- Im Nachtzug bei einer zwölfstündigen Fahrt. Na prima dachte ich mir. Da fährst Du jetzt nicht hin, sonst bist Du ja tot. Somit verpasse ich aber auch den Shabbat in Shanghai – schade!Der Reisebericht über Chinesische Hard- und Softsleeper folgt als ein anderes Mal.
Aber es gibt auch einen Erfolg zu vermelden: Suzzan und Du Mei Yan
haben es geschafft unseren Kurztrip in die Innere Mongolei zu buchen. Am Dienstag, 30.09.08 – 06:00 Uhr geht es los – 3 Tage für 53 €. Wir sind schon ganz aufgeregt, vor allem wenn wir an den Ausritt mit den Kamelen denken. Also wundert Euch nicht, wenn ihr nächste Woche mal eine Zeit nichts von uns hört.
Morgen bekommen wir unseren ersten Besuch – Nadja – wir heißen Dich herzlich willkommen 北京欢井你! (Beijing huan jing ni). Dann steht endlich mal Sightseeing in Beijing an.

Montag, 22. September 2008

Zeitreise

Ich melde mich zum Dienst. Ich weiss schon gar nicht mehr, was in den letzten drei Tagen alles passiert ist, daher stell ich das jetzt alles mal mehr oder weniger chronologisch im Zeitraffer zusammen. Schnallt euch an, es geht los:
Ueberraschend gute Reaktion des Koerpers auf fruehes Aufstehen am Samstagmorgen - huebsch machen, Wanderschuhe an, Treffen mit Du Mei Yan, Fahrt mit Taxi zum Treffpunkt am 4. Ring, und auf geht die wilde Fahrt zu Grossen Mauer, 8 Maedels sind wir, im absolut coolen Tourbus mit persoenlichem Fahrer - jetzt getrostet vorspulen, hab alles verschlafen, bis auf hin und wieder ein paar Doerfer mit bunten Bannern, Strassenverkaeufern, Kamele am Strassenrand - Ankunft nach 1 1/2 stunden - Ticketkauf - Lift bringt uns auf den Berg (ich gebs zu, ich hatte Angst, das war hoch, und es waren lauter Araber mit im Wagon) - WIR SIND DA! - also die Hunen kamen von Norden, rechts, die tapferen Krieger standen dort wo wir jetzt stehen, Geschichte pur, man spuert die Geister ehrenhaft gestorbener Kaempfer immer noch, stellt sich vor, wie sie in den Tuermen dicht an dicht gedraengt geschlafen haben, denkt an die Strapazen, die die Maenner auf sich nehmen mussten, um diesen Wall zu erbauen - aber irgendwie verflucht heiss hier, diese abertausende von Stufen und das Ding nimmt einfach kein Ende, also 180° Wendung - Aufteilung der Gruppe - Zwickau-Brigade formiert sich zum kontrollierten Rueckzug, nimmt also den Abstieg in Angriff, es ist kuehler, hier und da ein Esel, und eine fantastisch ausgebaute ca. 500 m lange Treppe - wieder unten - Shopping! - Essen (ohne Ausrufezeichen, denn das war merkwuerdig) - gemeinsames Beratschlagen "Wohin nun?", sind zu frueh da - Fahrer kutschiert uns zu irgendeinem Tempel - Schweine reiten und Glueckstaler werfen - Fahrt zurueck nach Beijing - ich mit Du Mei Yan auf dem Gepaecktrager (Ahhh!!!) auf zum Jaozi und Baozi kaufen, Verzehr neben "Stolz und Vorurteil" Version von 1950 -
Sonntag: Im Bett verpasste 3 Folgen von "Awz" (Insider wissen, was gemeint ist) - Essen zu dritt in der Mensa (lecker und billig) - dann beginnt das grosse Geplane (wie kriegt man Geld abheben, Einkaufen und Reise in Mongolei buchen unter einen Hut?) - Plan geht nicht auf, Geldautomat kaputt, jetzt Slow Motion (koennt ihr noch?) ... es regnet ... Beijinger Platzregen ... Taxi!... Taxi!... Taxi! ... es regnet ... keiner nimmt uns mit ... wir sind nass ... aha, da ist einer - Von Nordost nach Nordwest fuer 4,00 € (ich kann euch die Zeitspanne nicht sagen, aber 40 kuai sind verflucht lang) - es regnet - wo ist Bankautomat? - nach 2 Stunden brechen wir unsere Suche ab, alles ohne Erfolg - Montag: Lernen, Kursgeld bezahlt, Wischeimer gekauft, Besuch von Monika, auf zum Fitnessstudio, Pilates Kurs (oder war das doch Yoga?), 2 mal Krampf, aber lustig - Fahrt zur Huixin Dongjie 14, Fahrrad abstellen, bin zu Hause.
Ich bedanke mich fuer die Aufmerksamkeit und wuensch euch nen klasse Tag

Samstag, 20. September 2008

Tonstudio. Ich hatte mal ein Fahrrad. The Cheatles in der Deutschen Botschaft.

Wie ihr im Titel seht ist gestern einiges passiert.

Aber von Anfang an:
Nach der Uni sind Suzzan, Du Mei Yan, Nina (aus meinem Kurs) und ich zum Westtor der Uni und wurden von einer Chinesin abgeholt. Ziel war eine Art Tonstudio – aber eher semiprofessionell. Wir sollten dort für ein Spracherkennungssystem einer neuen Digitalkamera die Menüführung auf Deutsch sprechen. Jeder von uns saß dreißig Minuten vor einem PC und sagte so Worte wie „An“, „Aus“, „Einzelbild“ … - Wir konnten dadurch den Rest des Abends finanzieren.

Nach diesem „Minijob“ kamen wir zurück zur Wohnung. Und dann die erste Überraschung: Suzzan hatte vergessen ihr Fahrrad im Haus abzustellen. Wir kommen also in unseren Hof und Suzzan sagt zu mir: „Wo ist eigentlich mein Fahrrad?“ Es stand nicht mehr vor dem Haus, was für ein Schreck. Dann aber die nächste Überraschung: Suzzan’s Rad stand im Haus, aber wo ist meins? Ich bin ganz sicher von der Uni mit dem Fahrrad nach Hause gefahren und hatte es im Haus abgestellt und eigentlich auch abgeschlossen (hab das Schloss extra nochmal kontrolliert). Jedenfalls ist mein Fahrrad, nach nur fünf Tagen geklaut wurden, ich glaub das ist ein neuer Rekord. Erst dachten wir noch, es hat sich nur jemand ausgeliehen und es steht heute Morgen wieder da, aber Fehlanzeige. Jetzt überleg ich ob ich das Abenteuer wage und zur Polizei gehen soll…… vielleicht mach ich das morgen mal, damit ich Euch wieder eine tolle Geschichte schreiben kann :-)
Naja, gestern konnte ich eh nix mehr machen, denn wir hatten ja 18:00 Uhr einen wichtigen Termin. Der Botschafter, Dr. Michael Schaefer (rechts im Bild), und seine Frau hatten zum ROCK IN DER RESIDENZ (also in die der Deutschen Botschaft) geladen. Wir fünf Zwickauer sind gemeinsam los, da ein Taxi zu klein ist, teilten wir uns auf – wie immer. Dong Dong, Xi Yue und ich hatten erst einen etwas starrköpfigen Taxifahrer erwischt, der uns partout nicht fahren wollte. Erst haben wir fünf Minuten mit ihm diskutiert um ihm zu erklären wo wir hinwollen, damit er uns dann sagt, dass er gerade in die andere Richtung fährt und uns nicht mitnimmt. Vermutlich hat er nur nicht verstanden wo wir hin möchten und statt falsch zu fahren hat er dann gesagt, er fährt in die andere Richtung. Für den nächsten Taxifahrer war das kein Problem. Nur im Botschaftsviertel kannte er sich nicht ganz so gut aus. Er hielt vor der Französischen Botschaft und fragte dort einen Wachmann wo die Deutsche Botschaft sei. Dieser zeigte auf die andere Straßenseite. Schau an, wir standen bereits davor, zwar am Hintereingang, aber das reichte uns ja.Wir also zum Eingang gelaufen und waren uns schon gleich nicht mehr sicher, ob wir richtig sind, denn vor uns und auch auf dem Botschaftsgelände waren mehr Chinesen als Deutsche. Alle wollten sofort Fotos mit uns machen und am Ende des Abends hatten wir alle eine Menge Telefonnummern von Heidi, Elias, Werner… (alles Chinesen/innen natürlich). Die Musik der Cheatles (eine Band aus deutschen Diplomaten und deren Söhnen bestehend) war echt interessant. Eben die Musik der Beatles mit der Chinesischen Übersetzung der Texte. So sangen sie nicht „Yesterday“ sondern „Zuotian“. Einige Textstellen konnten wir tatsächlich verstehen. Anschließend wurden die Häppchen verteilt. Das war fast das Beste des Abends, denn es gab (deutsche) Würstchen mit Senf, Pizza, Steak in kleinen Brötchen und deutsche Weine – LECKER!Später sind noch zwei Bands der Deutschen Schule aufgetreten.Kontakte zu wichtigen Leuten konnten wir zwar nicht knüpfen, aber zu anderen Deutschen Studenten die auch an der UIBE studieren. Mit denen waren wir dann noch im Kokomo in Sanlitun und haben einen schönen Cocktail getrunken – auf der Dachterrasse. Sehr schön! Dabei wir uns sehr nett mit Chinesen unterhalten, die schon überall auf der Welt waren.
So, jetzt habt ihr erst mal was zum lesen.

Und hier noch eine Kostprobe der Cheatles:

Donnerstag, 18. September 2008

Luft raus

Oh Mann, seid ihr auch alle so muede wie ich?
Habe mir von euren sportlichen Aktivitaeten im Land der Tugend schon berichten lassen (Scheiben abkratzen, ja? Also bei uns ist es schoen warm - die unbestreitbaren Vorteile der Klimaerwaermung - mit ein bisschen Anstrengung koennt ihr das auch schaffen!), und reagiere nun auf Bitte um genaue Beschreibung der chinesischen Folterinstrumente.
Kurz gesagt: die Geraete sind aus Italien (und zwar die gleichen, wie sie im BALANCE - Wiesenufer 8 - Chemnitz/Einsiedel zu finden sind) - also hochmodern. Leider trainieren alle ohne richtigen Trainingsplan, sondern machen einfach wie sie denken. Anzahl der Geraete bitte aequivalent zu Anzahl der Chinesen vorstellen. Das Studio liegt unter Tage, hat neben ein paar Kursen (Bauchtanz, Aerobic und Pilates) und einer Sauna aber leider nichts weiter zu bieten. Trainer koennen (fast) alle kein englisch, also werden wir auch nicht dumm angesprochen, sehr freundlich. Alles weitere werde ich mit der Zeit rausfinden. Spionageberichte also garantiert.
Ausserdem hatte ich heute ein "Vorstellungsgespraech" - hab jetzt hoffentlich den Job als Deutsch - und Mathematik (schiess mich tot) Lehrerin einer suessen kleinen 8-jaehrigen Chinesin.
Und nach unserer Fahrt in die Stadt um Tanjas massgeschneiderten Anzug abzuholen und nach 30 minuetiger Schinderei auf dem Crosstrainer und nach 2 Stunden chinesisch lernen und Waesche waschen und nach Kartoffelbrei mit Zwiebel bin ich jetzt so tot, dass ich nicht mal mehr die Energie zum Fernsehen hab. Glueck gehabt, Mitbewohnerin.
Ich bin gespannt auf morgen - was zieh ich nur an???
Und dann ist Wochenende!!!!!!!

Mittwoch, 17. September 2008

Liebe Freunde,
in diese Woche ist bisher gar nix passiert - außer Uni.
Das heißt, Suzzan, hat sich gestern im Fitness-Studio angemeldet - aber dazu schreibt sie am besten selbst was, wenn sie vom Sporteln zurück ist.

Der nächste große Event ist am Freitag: Rock in der Residenz.
Jetzt fragt ihr Euch sicher, in welcher Residenz. In keiner geringeren als der vom Botschafter. Herr Schaefer und seine Frau laden zur Lifemusik in der Deutschen Botschaft ein. Wir sind schon sehr gespannt und werden Euch berichten.