Dienstag, 13. Januar 2009

Sabrina & Kai sind in Beijing...

... heute morgen kam neuer Besuch in Beijing an. Nachdem am Freitag schon Maja`s Max gut gelandet ist, sind heute Sabrina und Kai mit dem Zug aus Shanghai angekommen. Dies haben wir gleich genutzt um nocheinmal in Laoshe`s Teahouse zu gehen und uns bei einer Tasse Tee die Kunst des Schattentheaters anzusehen.
Nach einer ewig langen Taxifahrt waren wir anschließend in Maja`s Stammlokal Essen, um danach die Aussicht aus der 21. Etage (Maja`s Wohnung) zu genießen und den Abend mit einem Film und einer Flasche Wein/Bier ausklingen zu lassen.

Morgen Abend kochen unsere Sprachpartnerinnen (Monika, Danina und Iris) wieder für uns. Bin schon gespannt was es Leckeres geben wird. Aus der Essparty wird dann eine Geburtstagsparty, denn am 15.01. hat Monika Geburtstag.

Montag, 12. Januar 2009

Fortsetzung Harbin

Was bisher geschah:
Denn am naechsten Tag setzten wir unsere lang gehegten Plaene endlich in die Tat um und wollten (wollten!) mit dem Zug um 17:30 Uhr im Nachtwagen nach Harbin. Aber: Ueberraschung! Nach verspaeteter Ankunft unserer Tickets stellte sich heraus, dass wir noch 5 Stunden unserer Zeit rumbringen mussten (KFC, Starbucks), bis wir uns in unseren Wagon quetschen durften. 3 Betten uebereinander, Spucknapf auf dem Tisch, dicke Decken und nette Leute als Nachbarn machten die Fahrt unvergesslich.

Nach gut 11 Stunden Fahrt erreichten wir Harbin am Morgen des 03. Januar. Erstaunlicherweise fanden wir unsere Reiseleiterin, die wir nur für den ersten Tag hatten, gleich und sie begleitete uns zum Bus. Ab jetzt wurde es interessant, denn wir wollten den Tagesplan einmal komplett umwerfen. Der PLAN sah so aus: Besichtigung Schneeskulpturen, Lao hu anschauen (wahrscheinlich Zoo) vermutlich in einen Shop gehen (in dem wir nichts gekauft hätten) und abends Eisskulpturen anschauen, zwischendurch Essen gehen.
Nun ergab es sich aber, dass Xi Yue und Swantje am Tag vorher in Harbin angekommen sind und am Tag unserer Ankunft, abends, schon wieder zurückfuhren. Natürlich wollten wir sie treffen. Also redeten wir auf die Reiseleiterin und den Busfahrer ein. Nach 30 Min Diskussion und einem Telefonat mit einem englischsprachigem Chinesen, der gedolmetscht hat, stellte sich heraus, das wir erst ab 12:00 Uhr ins Hotel einchecken können. Aha, hier lag also das erste Problem. Kurz darauf hatten wir die Reiseleiterin überzeugen können zur russisch-orthodoxen Sophia-Kathedrale zu fahren, wo wir die beiden trafen. Nach einer weiteren Diskussion in der Kathedrale und einer kurzen Besichtigung konnten wir die beiden im Bus mitnehmen und fuhren in ein Restaurant/Imbiss (Suzzan, wie kann man den Schuppen nennen?). Gestärkt und verwundert darüber, wie die Toilettenspülung konstruiert war und warum immer wieder Wasser über den Gang lief ging es weiter zu den Schneeskulpturen. Noch im Bus hat die gute Frau Geld eingesammelt, um die Tickets zu kaufen. Irgendwo hielten wir kurz an und sie kam mit den Tickets zurück. Als wir am offiziellen Ticketschalter vor der Ausstellung schnell vorbeigeführt wurden, entdeckten wir plötzlich dass es Studentenrabatte gibt. Hier gab es also die nächste Diskussion, denn uns wurden die normalen Eintrittskarten für 120 RMB besorgt - für Studenten ist der Eintritt aber nur bei 60 RMB (6,00€ - und wir sind Studenten!). Zum Glück hatten wir unsere Studentenausweise bei, sodass wir 60 RMB zurück bekamen.
Die Skulpturen waren echt beeindruckend. Eine Vorstellung davon könnt ihr im Webalbum bekommen. Das an unserem Besuch war allerdings, dass noch nicht alle Figuren fertig waren und wir bei der Herstellung zu schauen konnten - wie die Eisblöcke zurecht geschnitten wurden, der (Kunst-)Schnee transportiert wurde. Und stellt Euch vor, es gibt sogar Werkzeug zum bauen von Schneeskulpturen, wer hätte das gedacht. Nach ungefähr zwei Stunden in der Winterlandschaft wurde uns kalt und wir wollten uns kurz im Hotel ausruhen bevor es zum Eislaternenfest ging, wo wir es nur knapp 1 Stunde aushielten, weil es einfach viel zu kalt war (- 27°C). Das war dann auch der Tag, an dem wir beschlossen Euch ein bisschen von der Kälte nach Deutschland zu schicken, damit ihr mal ein Gefühl davon bekommt ;-). Beim Eintritt ein ähnliches Spiel, die Reiseleiterin ließ uns zum Ticketschalter gehen, obwohl sie das Geld hatte und auch hier konnten wir die Hälfte sparen und haben nur 75 RMB (7,50€) bezahlt. Die Eisskulpturen sind dann nochmal einen Tick beeindruckender. Im Prinzip sind es aufeinander gesetzte Eisblöcke mit Leuchtstoffröhren, damit es nachts richtig schick aussieht. Ich frage mich ja, wie die Lampen die Kälte aushalten - liebe Ingenieure, die das hier lesen, sagt mir mal Bescheid, danke!

Am nächsten Tag wollten (wollten!) wir ins Märtyrer Museum. An der Hotelrezeption zeichneten sie uns den Ort ein und sagten uns welchen Bus wir nehmen sollten. Es hat alles super geklappt, nachdem wir dreimal am Eingang vorbeigelaufen sind, fanden wir ihn sogar irgendwann. Die Tür war nicht abgeschlossen, also gingen wir rein. Kaum hatten wir den Fuß in der Tür, kamen uns vier Uniformierte entgegen und drängten uns nach draußen, erzählten etwas, was wir natürlich nicht verstanden und wiesen auf ein Schild, dass uns deutlich machen sollte, dass das Museum erst 13:00 Uhr öffnet. Hm, was jetzt? Versuch in eine andere Ausstellung ist ebenfalls gescheitert, also Gegend erkunden, etwas Essen und wieder zum Museum gehen. Diesmal war es 13:00 Uhr, aber wir wurden wieder rausgeworfen, weil wir keine Tickets hatten. Normalerweise kauft man die ja auch drin, nicht aber in China. Vor dem Gebäude befindet sich ein kleines Tickethäuschen. Nach ordentlichem Anstehen zückten wir die Studentenausweise um ein ermäßigtes Ticket zu kaufen. Mir wurde mein Ausweis aus der Hand gerissen, irgendetwas daraus aufgeschrieben und dann wollten die auch noch eine Telefonnummer haben. Darauf hin bekamen wir die Eintrittskarten kostenlos. Jetzt, da wir die Karten in der Hand hielten, sahen wir auch, um was für ein Museum es sich handelt: "Heilongjiang Provinz Museum". Hier gab es von alten Knochen über ganze Saurier, Münzen und alte Vasen fast alles zu sehen. Nicht das was wir wollten, aber immerhin war es kostenlos.
Als wir mit dem Bus wieder zurück wollten, war der erste Bus ersteinmal kaputt und wir stiegen in den nächsten um (der dann entsprechend voll war).
Dann gingen wir noch in ein Internetcafe in einem dreckigen Hinterhof, irgendwo im Keller. Drinnen wie man es sich vorstellt: in dunklen, verrauchten Räumen sitzen Chinesen hinter Monitoren und kämpfen bei sinnlosen Spielen mit virtuellen Gegnern. Wir wurden in die hinterste Ecke gesetzt und konnten in Ruhe ein paar einzelne Neujahrsgrüße verschicken.
Nach dem Sonnenuntergang besuchten wir schließlich Mickey und seine Freunde im Ice-Disney Land, was auch wunderschön beleuchtet ist. Plötzlich knallte es und wir konnten auch noch einem Feuerwerk beiwohnen.
Den Rest des Abends vebrachten wir nach einem Spaziergang auf der Einkaufsstraße in einem Café, welches in einer alten Synagoge untergebracht ist. Dort ist es so gemütlich, dass wir dann auch einen Großteil des letzten Tages dort verbrachten. Denn das was wir uns noch anschauen wollten, war einfach zu weit weg vom Hotel und draußen war es auch zu kalt. Am Vormittag schauten wir uns die Einkaufsstraße nochmal bei Tageslicht an (es sah bei weitem nicht so schön wie aus, wie abends, wenn alles beleuchtet ist). Am Ende der Straße befindet sich ein Denkmal für die Flutopfer und dahinter liegt der Songhua River (glaube das ist richtig). Der Fluss war total zu gefroren und wir hätten die Möglichkeit gehabt mit einer Pferdekutsche oder mit einem Hundeschlitten übers Eis zu fahren. Für die Kids ist es herrlich, denn sie können Schlittschuhlaufen oder Kreisel drehen lassen.
21:50 Uhr war es dann soweit und wir saßen auf unseren Betten im Zug zurück nach Beijing.
Fortsetzung folgt...
Hi Fans!
Nachdem ich gestern den PC meines Hotels durch den Versuch, das Postfachs meiner Uni zu oeffnen, toetete, habe ich mich nun endlich durchgeschlagen zum Internetcafe. Nach erheblichen Verstaendigungsschwierigkeiten sitzt ich nun hier uns halte immer ein 10minuetiges Schlaefchen waehrend PC Seite oeffnet.
Gestern bin ich erst allein und dann mit Alin diverse Maklerbueros abgeklappert. Sie meinte, nachdem ich ploetzlich von fremden Makler als die Auslaenderin erkannt wurde, die fuer 2000RMB ein Zimmer sucht und einfach nicht zufriedenzustellen ist, dass in Zukunft bei allen Maklerbueros sofort die Rollos runtergehen werden, sobald ich mich auf 20 Meter naehere.
ALso, die Wohung im 21. Stock steht noch zur Diskussion, aber Moebel und Bad schlecht, spricht nur Fenster dafuer. Jetzt hab ich noch ein 2. Zimmer in WG, ERdgeschoss, blick auf SChuppen, aber tolle Kueche (ueber den Hof) noch keine MOebel (die sagen die kommen bevor ich einziehe) und nettes Bad fuer 1600. Bin dem nicht ganz abgeneigt. Heute abend um 8 treffe ich noch anderen Makler, die wollen mir bis dahin noch was raussuchen.
Was mach ich bis dahin? Ich kann nicht gerade sagen das ich mich sehr heimelig in dieser Stadt fuehle. Aber das kommt hoffentlich noch. ERstmal schnell das hier reinstellen bevor Zeiit ablaeuft. Ich habe uebrigens unglabublich u kaempfen mit der Tatstatu. hilfe.\
Ich hab euch lieb!
SUsann

Samstag, 10. Januar 2009

Ni sou de seme? AEH?

Es tut mir leid, das ich die aeusserst spannende Reihe unserer Folge Urlaub in China unterbrechen muss, aber ich habe eine wichtige Meldung rauszugeben:
"Ich bin ein Shanghaier!"
Nachdem wir die Chinesen im Flugzeug heute beinahe ein Ohr abgekaut haetten, mir ganz schoen mulmig wurde bei der wackligen Landung des Piloten, ich mich samt Koffer endlich in das Taxi gewuchtet hatte stand ich an der Rezeption meines Hotels in Shanghai, Minhang District.
Nach einigem hin und her und her und hin (man wollte mir unbedingt ein teuereres Zimmer geben als das was mir die Firma bezahlt haette) lag ich endlich ausser Puste in mit unentspannten Gesichtszuegen auf meinem Bett. Dann der Reihe nach meine Kontaktpersonen in der Stadt abtelefoniert, keiner ging ran, bis ich das meine liebste ehemalige Zwickaumitbewohnerin Alin an der Strippe hatte. Okaz, wo bist du und wo bin ich und wo zum Teufel koennen wir uns treffen? Nach 2 Stunden, waehrendderen ich mir eine Bus-und Bahnkarte und eine neue SIMKarte fuers Handy zugelegt habe (Beijinger SIMKarten lassen sich in Shanghai nicht aufladen, nicht nur die Deutschen koennen es kompliziert machen)) hab ich Alin endlich (voruebergehender Kommunikationsausfall wegen Karte) gefunden. Nach einem genuesslich eingenommenen Mahl ging es ab zum Makler. Nachdem wir gerade 3 Saetze hervorgebracht hatten, vomn wegen suchen Zimmer und billig etc. scheuchte er uns raus aus dem Buero und fuehrte er uns zu nahe gelegenem 22. stoeckigem Hochhaus (Zimmer natuerlich im 21. Stock), ziemlich neu, aber auf chinesische Art und Weise neu, mal gucken. Zimmer hat Potential, mit eigenem Bad (na gut, ich bin von Beijing her schlimmeres gewohnt), aber man wohnt trotzdem mit Chinesinnen zusammen, eigentlich ganu so wie ich es wollte. Man hat einen Hammerausblick, waehrend man auf der Bank sitzt, die direkt ans Fenster anschliesst (sowas hab ich mir schon immer gwuenscht) - warum ich noch nicht zugesagt habe? Naja, Kueche ist im Zimmer, Kueche ist eine multifunktionale Abzugshaube ueber einem Brett, Kochplatten muss ich also selbst kaufen. Einrichtung ganz schoen notduerftig.
Der Makler hat jetzt meine Nummer und wird wahrscheinlich nicht locker lassen, bis er ich nicht sicher irgendwo untergebracht hat.
Jetzt mach ich mich erstmal ab in mein suesses Zimmer, muss schlafen, morgen wird ein grosser Tag.
Liebste Gruesse an alle - mir gehts gut!!!!!!!
Ach ja, und noch Bemerkung zum Titel - Shanghaidialekt bedeutet, das man ueberall das "H" weglaesst - eigentlich sagt man bei zh - zsch, die Leute hier sagen z. Dann heisst das auch nicht shenme shihou (wann) sondern senme sihou. Als wuerden die hier alle lispeln, total merkwuerdig.
Fortsetzung folgt! Tanja, am Besten, du schreibst mal den letzten Teil zu Ende, ich kann mich schon gar nicht mehr dran erinnern...

Freitag, 9. Januar 2009

Simatai & Harbin

Ich weiss, ich weiss, wir haben euch sehr lange warten lassen, aber nun endlich koennt ihr bei den Geschichten und Zwischenfaellen unserer Trips an die Große Mauer und Haerbin mitfuehlen, mitfreuen, mitleiden. Zieht euch warm an.
Wir schreiben das Jahr 2008, den 31. Dezember. 9 nach Abenteuern lechzenden, von den Pruefungen geschwaechte und durch die Feiertage mit ansehnlichen Wansten versehene Freunde treffen zusammen, um die muehselige Reise im Kleinbus nach Simatai aufzunehmen. Nach der berauschenden Fahrt durch die Wildnis Chinas ("Ich hab nen Esel gesehen!") werden wir freundlich von der wohl niedlichsten Wirtsfrau der Welt empfangen, die uns eincheckt und uns zu unseren Gemaechern begleitet. Nachdem alle untergebracht waren, verspürten wir ein Knurren in der Magengegend und begaben uns auf Nahrungssuche. Lecker.
Doch da der Hunger nach Neuem war noch laengst nicht gestillt worden war, nahmen wir den 2-Mann-Gondel-Lift, der uns der Mauer ein Stueck naeher brachte. Stellt euch vor, ihr seid in China. Nun stellt euch einmal vor, die Chinesen haetten einen Lift gebaut. Also ich, ich, ich hatte Angst. War bewegungslos erstarrt. Bei Tanja gings ein bisschen besser. Aber die anderen schienen ihren Spass zu haben. "Wink doch mal!"
Der restliche Aufstieg wurde zusaetzlich erschwert, weil wir wundersamerweise ploetzlich ueberall menschliche Kletten an uns heften hatte. Nette chinesische Damen, die uns ununterbrochen versicherten, wie unheimlich huebsch wir waeren, und wie fantastisch unser chinesisch ist, witterten die grosse Geldtasche und wollten ihre Postkarten verkaufen. Also liefen sie die ganze Zeit mit.
Wir genossen trotzdem den Ausblick, spielten Shuttlecock, machten Kekspause und kaempften uns die Treppen rauf und wieder runter. Der Himmel war klar, man konnte fast bis hinter den Horizont blicken.
Auf dem Rueckweg wurden die Damen dann handgreiflich, schimpften los und zwangen unseren Micha sogar dazu, einen geschwinden Trab einzulegen, um ihnen zu entkommen. "Bu yao!" - Wir wollen nix!
Der Abstieg wurde begleitet vom traegen untergehen der Sonne, die alle Berge um uns herum zum Gluehen brachte.
Wieder unten angekommen, war es wieder Zeit fuer die Nahrungsaufnahme, wir schlugen uns maechtig die Baeuche voll. Die anschliessenden Silvesterparty war nicht so feucht froehlich wie gedacht, aber trotzdem noch ganz nett. Auf jeden Fall sorgte sie dafuer, das aus den 9 Wanderern ploetzlich 4 wurden, die sich am 1.1.2009 (so frueh bin ich im Neuen Jahr noch nie aufgestanden) aus dem Bett quaelten und sich auf den Langen Marsch von Simatai nach (... "Tanja! Wie hiess der Ort nochmal?"...) Jinshanling zu begeben. Ich hatte lange nicht mehr so einen schoenen Tag. Vollkommene Ruhe, nur das Schnaufen und Aechzen unseres Koerpers nahmen wir war. Kein Mensch weit und breit fuer die ersten paar Stunden. Einfach himmlisch.
Daher mal die Ruhe geniessen.
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Um 1 Uhr erreichten wir puenktlich unsere Gefaehrten, die uns mit den Bus wieder einsammelten. Los ging die Fahrt zurueck in die Zivilisation. Schade.
Doch wir konnten die Stadt mit ihren Entbehrungen und Annehmlichkeit nicht lange geniessen.
Denn am naechsten Tag setzten wir unsere lang gehegten Plaene endlich in die Tat um und wollten (wollten!) mit dem Zug um 17:30 Uhr im Nachtwagen nach Harbin. Aber: Ueberraschung! Nach verspaeteter Ankunft unserer Tickets stellte sich heraus, dass wir noch 5 Stunden unserer Zeit rumbringen mussten (KFC, Starbucks), bis wir uns in unseren Wagon quetschen durften. 3 Betten uebereinander, Spucknapf auf dem Tisch, dicke Decken und nette Leute als Nachbarn machten die Fahrt unvergesslich.

Fortsetzung folgt

Dienstag, 30. Dezember 2008

Guten Rutsch

Liebe Freunde,
heute ist der 30.12.2008 und wir möchten einen letzten Eintrag dieses Jahr verfassen und kurz über die letzten Tage berichten.

2. Weihnachtsfeiertag:
Wir trafen uns alle erst abends um uns ein bisschen der Chinesischen Kultur zu widmen. Die erste Hälfte von uns traf sich bereits 18:00 Uhr zum Essen in dem Restaurant, in dem wir schonmal zur Eröffnungfeier der Paralympics waren. Anschließend trafen wir den Rest der Bande im LAO SHE`S TEAHOUSE. Dort erwartete uns für unglaubliche 180RMB (18€) eine Reise durch fast alle kulturellen Highlights China`s. Los ging das 1.5-stündige Programm mit Folk Music, Pekingoper, Zauberei weiterhin gab es eine kleine Kungfu - und Akrobatik Show; abgerundet wurde das ganze mit der Sichuan-Oper (der Darsteller wechselt innerhalb eines Wimpernschlags seine Maske)

Am 27.12. haben wir nochmal Weihnachten gefeiert, mit Monika. Sie hat sich sehr über ihre Geschenke gefreut (Rocher - Ferrero Küsschen) und ein paar Kleinigkeiten aus der Heimat. Im Gegenzug bekamen wir echte Beijinger Süßigkeiten und eine Weihnachtskarte mit einem Portrait von uns - Monika, sie hat Talent.
Die Überraschung bestand jedoch noch darin, dass wir später noch zum Essen eingeladen wurden, von Monika`s Tante und Onkel. Die Kommunikation war etwas spärlich, aber im großen und ganzen war es ein netter Abend.

Den Sonntag nutzen Suzzan und ich, um den Norden Beijings, genauer gesagt den alten Sommerpalast. Allerdings ist dieser nicht so prickelnd, an den Ruinen sind wir fast vorbei gelaufen ohne sie wahrzunehmen.
Den Abend verbrachten wir wiedermal mit Essen. Diesmal ein ganz besonderes - nämlich das Geburtstagssessen von Shi An. Danke an das Geburtstagskind - war lecker!

Gestern, 29.12. ließen Suzzan, Micha und ich es ruhig angehen und gönnten uns als erstes eine Massage. Aus der gewünschten Rückenmassage wurde wie durch ein Wunder eine Ganzkörpermassage - für den selben Preis (60RMB). Anschließend trafen wir uns Xi Yue mit Freundin und Dong Dong um ins 798 - DAS Künstlerviertel Beijings - zu fahren. Nach ganz viel Kunst bekamen wir Hunger und waren plötzlich in Griechenland. Wer hätte das gedacht, es gibt ein griechisches Restaurant in Beijing. Das Esse ist aber bei weitem nicht mit dem Original oder den "Kopien" in Deutschland zu vergleichen. Schade! Beim Essen erhielten wir Nachricht von Almuth und Shi An, wir sollten unbedingt zum Jingshan fahren, denn die Aussicht wäre traumhaft, also rein ins nächste Taxi und schnell vom Nordosten Beijings ins Zentrum gefahren - mussten wir doch noch vor Sonnenuntergang dort ankommen, und viel Zeit blieb uns nicht.
Abgehetzt, von der Rennerei auf den Berg müssen wir aber sagen, dass es sich absolut gelohnt hat, auch das Eintrittsgeld von 2 RMB (0,20 €) auszugeben. Die Sicht war unglaublich, schon wieder konnten wir die Berge sehen und die ganze Stadt überblicken. und dann haben wir auch tatsächlich noch den Sonnenuntergan gesehen - Beijing ist schon sehr schön! Fast ein bisschen schade, dass wir die Stadt bald verlassen.
Vom Jingshan aus sind wir noch durch den Beihai Park gelaufen, leider hatte die Pagode schon geschlossen. So haben wir den Abend bei einem Hotpot-Essen ausklingen lassen. Okay, Micha und ich haben Suzzan noch überrascht und den richtigen Ausklang bei einem DVD-Abend mit Weihnachtsbowle gefunden.

Heute Morgen bin ich aufgeschreckt, als ich auf der Uhr 10:30 Uhr gelesen habe. Nicht dass wir viel vorgehabt hätten, aber so lang wollten wir eigentlich nicht schlafen. Egal. In der Vorbereitung auf die nachmittägliche Shopping-Tour waren wir gerade beim aufräumen und zusammenpacken, als wir einen Anruf erhielten "ich habe einen Interessenten für Eure Wohnung, wir sind in 30 min da" - okay, schnell richtig aufräumen, aber aus den 30 min wurden nur 10 min. Raymond hat uns einen Koreaner vorbeigebracht, der hier einziehen möchte, mit seinem derzeitigen Mitbewohner. Sie wohnen gerade im Wohnheim und dort ist es wohl im Doppelzimmer nicht so prickelnd, also wollen sie eine Wohnung. Der Koreaner war so schüchtern, er hat sich nicht getraut die Zimmer anzuschauen, dabei hatten wir doch aufgeräumt. Drückt uns die Daumen, dass es klappt. Wir müssen jetzt nur noch einen Termin mit unserem Vermieter ausmachen...
So, ich muss jetzt los, bin schon 15 min zu spät für das Essen in Dong Dongs`s WG. Hilfe, die Chinesen kochen. Es wird wieder total lecker sein und Angst haben, dass ich nichts mehr abbekomme, muss ich auch nicht.
Morgen geht`s auf zur Großen Mauer, dort werden wir neben der Silvester-Feier auch noch eine große Wanderung unternehmen (am 01.01.).

WIR WÜNSCHEN EUCH ALLEN EINEN GUTEN START ins NEUE JAHR!

Freitag, 26. Dezember 2008

Weihnachtliche Grüße

Fern der Heimat haben wir uns den Heiligabend so gemütlich gemacht, wie es nur ging. Wir haben uns ein paar Freunde eingeladen, alles schön geschmückt und in unserem Haus Weihnachtsstimmung verströmt.
16:00 läuteten die Gäste an unserer Tür und damit den Weihnachtsabend ein. Traditionell wurde erst einmal Kaffee getrunken und Kuchen gegessen - Stollen gab es in der Chinesischen Bäckerei leider nicht. Plötzlich war es schon 19:00 Uhr und Zeit für die Geschenke. Der Weihnachtsmann hatte dieses Jahr einen Schlafanzug an und wurde durch Dong Dong verkörpert. Die Geschenke lagen bereits unter unserem Bäumchen und mussten nur noch verteilt werden. Eines nach dem Anderen. Welch Überraschungen da so zum Vorschein kamen. Vom Helikopter über Bücher, deutscher Wurst, Schmuck und Wärmflasche, bis hin zum Schlafanzug war alles dabei.
Da die Auspackerei ganz schön anstrengend ist, hatten inzwischen alle wieder Hunger und jetzt kam das nächste Highlight: Abendessen! Kartoffelsalat, Halberstädter und Wiener Würstchen, Beffisund kleine Schnitzel, dazu gab es Baguette. Es war wunderbar. Damit das Essen besser rutscht, hatten wir am Abend vorher bereits eine leckere Bowle angesetzt.
Am ersten Feiertag, also gestern, hat jeder für sich Beijing erkundet. Suzzan und ich haben noch mal einen Anlauf genommen um das Vogelnest zu besichtigen. Diesmal war sogar die U-Bahn total gut angebunden - wir konnten uns noch an unseren ersten Versuch im August erinnern, als wir die Station nicht gefunden hatten. Diesmal also alles kein Problem. Auf dem Weg von der U-Bahn zum Stadion überkam uns ein kleiner Hunger, den wir mit Instantnudeln tilgen konnten. Dann erlitten wir einen kurzen Schock, als wir das Ticket gekauft haben, für 50 RMB. Zur Erinnerung: die Tickets für die Paralympics in den anderen Stadien haben 30 RMB gekostet. Nun gut, wir wollten da rein, koste es was es wolle. Als wir nun das Bird`s Nest betraten fanden wir es ganz schön klein. Sitzplätze gab es schon gaaaanz schön viele, aber die Innenfläche kam uns viel zu klein vor um da verschiedene Sportarten auszuüben. Es war die Fläche aber auch abgedeckt, in der Mitte stand ein riesiger Weihnachtsbaum(kegel) und wir mussten uns vorstellen, wie es aussehen könnte. Ein paar Eindrücke könnt ihr euch im Album ansehen.
Wir wünschen Euch noch einen schönen zweiten Weihnachtsfeiertag.