Denn am naechsten Tag setzten wir unsere lang gehegten Plaene endlich in die Tat um und wollten (wollten!) mit dem Zug um 17:30 Uhr im Nachtwagen nach Harbin. Aber: Ueberraschung! Nach verspaeteter Ankunft unserer Tickets stellte sich heraus, dass wir noch 5 Stunden unserer Zeit rumbringen mussten (KFC, Starbucks), bis wir uns in unseren Wagon quetschen durften. 3 Betten uebereinander, Spucknapf auf dem Tisch, dicke Decken und nette Leute als Nachbarn machten die Fahrt unvergesslich.
Nach gut 11 Stunden Fahrt erreichten wir Harbin am Morgen des 03. Januar. Erstaunlicherweise fanden wir unsere Reiseleiterin, die wir nur für den ersten Tag hatten, gleich und sie begleitete uns zum Bus. Ab jetzt wurde es interessant, denn wir wollten den Tagesplan einmal komplett umwerfen. Der PLAN sah so aus: Besichtigung Schneeskulpturen, Lao hu anschauen (wahrscheinlich Zoo) vermutlich in einen Shop gehen (in dem wir nichts gekauft hätten) und abends Eisskulpturen anschauen, zwischendurch Essen gehen.
Nun ergab es sich aber, dass Xi Yue und Swantje am Tag vorher in Harbin angekommen sind und am Tag unserer Ankunft, abends, schon wieder zurückfuhren. Natürlich wollten wir sie treffen. Also redeten wir auf die Reiseleiterin und den Busfahrer ein. Nach 30 Min Diskussion und einem Telefonat mit einem englischsprachigem Chinesen, der gedolmetscht hat, stellte sich heraus, das wir erst ab 12:00 Uhr ins Hotel einchecken können. Aha, hier lag also das erste Problem. Kurz darauf hatten wir die Reiseleiterin überzeugen können zur russisch-orthodoxen Sophia-Kathedrale zu fahren, wo wir die beiden trafen. Nach einer weiteren Diskussion in der Kathedrale und einer kurzen Besichtigung konnten wir die beiden im Bus mitnehmen und fuhren in ein Restaurant/Imbiss (Suzzan, wie kann man den Schuppen nennen?). Gestärkt und verwundert darüber, wie die Toilettenspülung konstruiert war und warum immer wieder Wasser über den Gang lief ging es weiter zu den Schneeskulpturen. Noch im Bus hat die gute Frau Geld eingesammelt, um die Tickets zu kaufen. Irgendwo hielten wir kurz an und sie kam mit den Tickets zurück. Als wir am offiziellen Ticketschalter vor der Ausstellung schnell vorbeigeführt wurden, entdeckten wir plötzlich dass es Studentenrabatte gibt. Hier gab es also die nächste Diskussion, denn uns wurden die normalen Eintrittskarten für 120 RMB besorgt - für Studenten ist der Eintritt aber nur bei 60 RMB (6,00€ - und wir sind Studenten!). Zum Glück hatten wir unsere Studentenausweise bei, sod
ass wir 60 RMB zurück bekamen.
Die Skulpturen waren echt beeindruckend. Eine Vorstellung davon könnt ihr im Webalbum bekommen. Das an unserem Besuch war allerdings, dass noch nicht alle Figuren fertig waren und wir bei der Herstellung zu schauen konnten - wie die Eisblöcke zurecht geschnitten wurden, der (Kunst-)Schnee transportiert wurde. Und stellt Euch vor, es gibt sogar Werkzeug zum bauen von Schneeskulpturen, wer hätte das gedacht. Nach ungefähr zwei Stunden in der Winterlandschaft wurde uns kalt und wir wollten uns kurz im Hotel ausruhen bevor es zum Eislaternenfest ging, wo wir es nur knapp 1 Stunde aushielte
n, weil es einfach viel zu kalt war (- 27°C). Das war dann auch der Tag, an dem wir beschlossen Euch ein bisschen von der Kälte nach Deutschland zu schicken, damit ihr mal ein Gefühl davon bekommt ;-). Beim Eintritt ein ähnliches Spiel, die Reiseleiterin ließ uns zum Ticketschalter gehen, obwohl sie das Geld hatte und auch hier konnten wir die Hälfte sparen und haben nur 75 RMB (7,50€) bezahlt. Die Eisskulpturen sind dann nochmal einen Tick beeindruckender. Im Prinzip sind es aufeinander gesetzte Eisblöcke mit Leuchtstoffröhren, damit es nachts richtig schick aussieht. Ich frage mich ja, wie die Lampen die Kälte aushalten - liebe Ingenieure, die das hier lesen, sagt mir mal Bescheid, danke!
Die Skulpturen waren echt beeindruckend. Eine Vorstellung davon könnt ihr im Webalbum bekommen. Das an unserem Besuch war allerdings, dass noch nicht alle Figuren fertig waren und wir bei der Herstellung zu schauen konnten - wie die Eisblöcke zurecht geschnitten wurden, der (Kunst-)Schnee transportiert wurde. Und stellt Euch vor, es gibt sogar Werkzeug zum bauen von Schneeskulpturen, wer hätte das gedacht. Nach ungefähr zwei Stunden in der Winterlandschaft wurde uns kalt und wir wollten uns kurz im Hotel ausruhen bevor es zum Eislaternenfest ging, wo wir es nur knapp 1 Stunde aushielte
Am nächsten Tag wollten (wollten!) wir ins Märtyrer Museum. An der Hotelrezeption zeichneten sie uns den Ort ein und sagten uns welchen Bus wir nehmen sollten. Es hat alles super geklappt, nachdem wir dreimal am Eingang vorbeigelaufen sind, fanden wir ihn sogar irgendwann. Die Tür war nicht abgeschlossen, also gingen wir rein. Kaum hatten wir den Fuß in der Tür, kamen uns vier Uniformierte entgegen und drängten uns nach draußen, erzählten etwas, was wir natürlich nicht verstanden und wiesen auf ein Schild, dass uns deutlich machen sollte, dass das Museum erst 13:00 Uhr öffnet. Hm, was jetzt? Versuch in eine andere Ausstellung ist ebenfalls gescheitert, also Gegend erkunden, etwas Essen und wieder zum Museum gehen. Diesmal war es 13:00 Uhr, aber wir wurden wieder rausgeworfen, weil wir keine Tickets hatten. Normalerweise kauft man die ja auch drin, nicht aber in China. Vor dem Gebäude befindet sich ein kleines Tickethäuschen. Nach ordentlichem Anstehen zückten wir die Studentenausweise um ein ermäßigtes Ticket zu kaufen. Mir wurde mein Ausweis aus der Hand gerissen, irgendetwas daraus aufgeschrieben und dann wollten die auch noch eine Telefonnummer haben. Darauf hin bekamen wir die Eintrittskarten kostenlos. Jetzt, da wir die Karten in der Hand hielten, sahen wir auch, um was für ein Museum es sich handelt: "Heilongjiang Provinz Museum". Hier gab es von alten Knochen über ganze Saurier, Münzen und alte Vasen fast alles zu sehen. Nicht das was wir wollten, aber immerhin war es kostenlos. 
Als wir mit dem Bus wieder zurück wollten, war der erste Bus ersteinmal kaputt und wir stiegen in den nächsten um (der dann entsprechend voll war).
Dann gingen wir noch in ein Internetcafe in einem dreckigen Hinterhof, irgendwo im Keller. Drinnen wie man es sich vorstellt: in dunklen, verrauchten Räumen sitzen Chinesen hinter Monitoren und kämpfen bei sinnlosen Spielen mit virtuellen Gegnern. Wir wurden in die hinterste Ecke gesetzt und konnten in Ruhe ein paar einzelne Neujahrsgrüße verschicken.
Nach dem Sonnenuntergang besuchten wir schließlich Mickey und seine Freunde im Ice-Disney Land, was auch wunderschön beleuchtet ist. Plötzlich knallte es und wir konnten auch noch einem Feuerwerk beiwohnen.
Den Rest des Abends vebrachten wir nach einem Spaziergang auf der Einkaufsstraße in einem Café, welches in einer alten Synagoge untergebracht ist. Dort ist es so gemütlich, dass wir dann auch einen Großteil des letzten Tages dort verbrachten. Denn das was wir uns noch anschauen wollten, war einfach zu weit weg vom Hotel und draußen war es auch zu kalt. Am Vormittag schauten wir uns die Einkaufsstraße nochmal bei Tageslicht an (es sah bei weitem nicht so schön wie aus, wie abends, wenn alles beleuchtet ist). Am Ende der Straße befindet sich ein Denkmal für die Flutopfer und dahinter liegt der Songhua River (glaube das ist richtig). Der Fluss war total zu gefroren und wir hätten die Möglichkeit gehabt mit einer Pferdekutsche oder mit einem Hundeschlitten übers Eis zu fahren. Für die Kids ist es herrlich, denn sie können Schlittschuhlaufen oder Kreisel drehen lassen.
21:50 Uhr war es dann soweit und wir saßen auf unseren Betten im Zug zurück nach Beijing.
Als wir mit dem Bus wieder zurück wollten, war der erste Bus ersteinmal kaputt und wir stiegen in den nächsten um (der dann entsprechend voll war).
Dann gingen wir noch in ein Internetcafe in einem dreckigen Hinterhof, irgendwo im Keller. Drinnen wie man es sich vorstellt: in dunklen, verrauchten Räumen sitzen Chinesen hinter Monitoren und kämpfen bei sinnlosen Spielen mit virtuellen Gegnern. Wir wurden in die hinterste Ecke gesetzt und konnten in Ruhe ein paar einzelne Neujahrsgrüße verschicken.
Nach dem Sonnenuntergang besuchten wir schließlich Mickey und seine Freunde im Ice-Disney Land, was auch wunderschön beleuchtet ist. Plötzlich knallte es und wir konnten auch noch einem Feuerwerk beiwohnen.
Den Rest des Abends vebrachten wir nach einem Spaziergang auf der Einkaufsstraße in einem Café, welches in einer alten Synagoge untergebracht ist. Dort ist es so gemütlich, dass wir dann auch einen Großteil des letzten Tages dort verbrachten. Denn das was wir uns noch anschauen wollten, war einfach zu weit weg vom Hotel und draußen war es auch zu kalt. Am Vormittag schauten wir uns die Einkaufsstraße nochmal bei Tageslicht an (es sah bei weitem nicht so schön wie aus, wie abends, wenn alles beleuchtet ist). Am Ende der Straße befindet sich ein Denkmal für die Flutopfer und dahinter liegt der Songhua River (glaube das ist richtig). Der Fluss war total zu gefroren und wir hätten die Möglichkeit gehabt mit einer Pferdekutsche oder mit einem Hundeschlitten übers Eis zu fahren. Für die Kids ist es herrlich, denn sie können Schlittschuhlaufen oder Kreisel drehen lassen.
21:50 Uhr war es dann soweit und wir saßen auf unseren Betten im Zug zurück nach Beijing.
Fortsetzung folgt...
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