Donnerstag, 15. Januar 2009

Beijing: Ticketkauf und Post

Soviel wie bei Suzzan passiert bei mir zurzeit nicht, aber das wird ab nächste Woche auch anders...
... denn, ich habe tatsächlich ein Zugticket nach Wuxi erwerben können. Sonntagabend gehe ich zum Reisebüro, dachte mir wie beim letzten Mal, 11 Tage vorher ab 19:00 Uhr gibt es die Tickets. Fehlanzeige. Die sagten mir "Morgen 09:00 Uhr wiederkommen." Ich also am Montag hin, fünf Minuten nach neun war ich dort. Traue meinen Augen nicht, stand da schon ein Pulk von ungefähr 50 Leuten und wollte auch Fahrkarten kaufen. Ihr fragt Euch jetzt sicher wo das Problem ist. Am 26. Januar ist das Chinesische Neujahr, alle haben frei und fahren nach Hause zu ihren Familien, also alle wollen Zugtickets haben. Okay, dachte ich mir, nützt alles nichts, ich brauch ein Ticket und an den anderen Ticketverkaufsstellen (wie beispielsweise am Bahnhof) stehen mindestens genauso viele Leute. Ich mich also dazu gestellt, eingereiht kann man hier wirklich nicht sagen. Also ich dann in Nähe des Schalters kam, hörte ich immer "Shanghai" und "mei you" (gibt es nicht), ich bekam Angst, denn Wuxi liegt auf der Strecke nach Shanghai. Verdammt, die werden doch jetzt nicht keine Tickets mehr haben.
Dabei hat sich doch mein zukünftiger Arbeitgeber so nett darum gekümmert, dass ich bereits am 22.Januar in die Wohnung ziehen kann, obwohl ich erst 1,5 Wochen später mit dem Praktikum beginne. Ich hatte also Glück, es gab noch Tickets, sogar Soft Sleeper (Liegewagen, 1. Klasse). Plötzlich tat sich ein neues Problem auf. Im Oktober kostete das Ticket (selbe Klasse) nur 458 RMB, ich hatte 650 RMB einstecken, sollte - nach Adam Riese - reichen...
...aber die wollten jetzt 670 RMB haben. Verdammt, mir fehlen 20. Auf den Vorschlag, dass ich erstmal 650 zahle und die 20 in ein paar Minuten vorbei bringe liesen sie sich nicht ein, aber - schau an, schau an, es gab auch ein Ticket für 600 RMB, Soft-Sleeper. Das haben sie mir dann verkauft und ich war total glücklich, dass ich nicht nach Wuxi trampen muss.
Dann habe ich noch ein paar Sachen ins Büro geschickt, hauptsächlich Bücher, die ich nicht tragen wollte. Ich wusste ja, dass der Paketversand innerhalb Chinas billig ist, aber als mir der Postbeamte für 4.5kg nur 11 RMB abnehmen wollte (1,10€) war ich doch sehr überrascht. Es stellt sich hier natürlich wieder die Frage, wie lässt sich das finanzieren - für das Geld bekommt man in manchen Restaurants noch nicht mal eine Nudelsuppe.
Heute war ich dann nochmal auf der Post, um meine Winterjacke und ein paar Kleinigkeiten nach Hause zu schicken, die ich nicht mehr brauche. Das Packet war etwas so schwer wie die Bücher nach Wuxi und kostet auf dem Landweg/Seeweg/Transsib - wie auch immer 235 RMB - nur mal so zum Vergleich. Ach und übrigens, in China gekaufte CDs/DVDs darf man wirklich nur mit QUITTUNG (gemeint ist Kassenbon) verschicken. Ich bildete mir ein eine Quittung zu besitzen, diese wurde allerdings nicht akzeptiert und somit ist die CD nach wie vor in meinem Besitz in Beijing.
Morgen berichte ich dann von meinem Einkaufs- und Kocherlebnis mit Monika & Co.

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