Mittwoch, 14. Januar 2009

Si si kuai si si

Ich melde mich zurueck aus der Stadt der Verrueckten.
Heute war erster halber "Arbeitstag", wir beiden neuen Praktikanten (ein Ami namens Michael und ich) liesen uns nochmal die Firmenpolicy erklaeren, dann wurden wir von unserem Chef noch ueberall rumgezeigt. Gerade eben spielt sich in der Lobby tolles Schauspiel ab, Rezeptionistin und Hotelresident schreien sich quer durch die Halle an. Na ich schreib einfach mal weiter, ich weiss nicht worum es geht.
Ich weiss gar nicht mehr was ich schreiben wollte, warum kreischen die denn so?
Also. Ach ja, ich hab ne Wohnung, natuerlich die, die ich zu erst gesehen habe. Montag abend hab ich noch die absolut fantastischste Wohnung der Welt gesehen, leider hab ich mich beim Vertragunterschreiben etwas mit der Vermieterin gezofft (sie wollte, dass ICH Installation vom Internet bezahle, seh ich gar nicht ein, nur weil ich der erste Mieter bin?!) - also bin ich wieder abgezischt, mit meiner Uebersetzerin Stefanie zusammen. Dann eben wieder zum anderen, dem ich vorher schon abgesagt hatte, dann im schoensten chinesische: "Ich bitte vielmalst um Entschuldigung, aber ich habe meine Meinung geaendert." Also wieder hoch in erste Wohung. Ploetzlich stellte sich raus, das es im Waschbecken kein warmes Wasser gibt. Na klasse. Und das Moebel ist auch von schlechter Qualitaet, hab ich gesagt. Da meint er, er haette auch noch ne andere Wohung. Wir da hin, im Nachbarhaus. Tolles Zimmer, tolle dunkle Moebel, neu. Mhm. Anscheinend dachte sich aber der Vermieter, man koennte des Wert des Zimmers noch unheimlich steigern, wenn man Badezimmer einbaut. Aber ja kein Platz, nicht wahr? Was macht kluger Chinese? Genau. Glaeserne Balkontueren taten sich vor mir auf, und da, auf dem Balkon im 4. Stock, das Wunder - links das Waschbecken, am anderen Ende rechts Klo, direkt darueber Duschkopf. Klappt mir bitte den Mund wieder zu. Der Balkon voll verglast, interessierten Blicken konnte man sich durch geschicktes Rueberzupfen einen glaenzenden silbernen Vorhangs erwehren. Ach.... noe danke.
Aber die Moebel sind schon.
Da faehrt er seine allerallerletzte Waffe aus: was waere, wenn wir die Moebel mit dem anderen Zimmer austauschen?
Handschlag, dreimal die Frage an mich, ob ich es auch ernst mein, ich versichere es ihm, wir sofort mit Vermieter Vertrag aufgesetzt.
Jetzt hab ich Geld geholt, daher zieh ich morgen ein, nachdem Vermieter mit mir bei Polizeistelle war um meinen Wohnsitz hier anzumelden.
Ich arbeite morgen also auch nur halbtags. Alle, die ich bis jetzt im Buero kennengelernt habe, sind maennlich aber nett (!), meinen direkten Chefs, denen ich dann Bericht erstatten muss, bin ich aber bis jetzt noch nicht begegnet, die sind noch in Deutschland. Was ich mache? Cold Calls - ich soll mit der Zeit alle 1200 deutsche Firmen, die SIP in ihrer Datenbank hat, anrufen, und anfragen, ob sie in naechster Zeit Bedarf an einer Beraterfirma haben (SIP kuemmert sich darum, das sie ihre Business License bekommen, hilft bei Buerokratieangelegenheiten, und fuehrt Firma mit Baufirmen, Designern etc. zusammen, falls sie ein neues Buero einrichten wollen, eine neue Fabrik bauen, einfach nur ein Grundstueck suchen etc.)
Mehr weiss ich auch noch nicht.
Beim heutigen gemeinsamen Mittagsessen wurde beratschlagt, wo man wohl nach der Firmenfeier am Freitag hingehen konnte, ploetzlich kam Karaoke (ohhhh nein) mit ins Spiel, ich glaube, das werden nochmal ein paar Zeilen auf dieser Seite.
Die streiten uebrigens immer noch.
Machts gut!
Ach ja, Internet habe ich erst ab naechstem Jahr wieder. Ja, so geschockt wie ihr hab ich auch erst geschaut. Aber naechstes Jahr ist ja schon im Februar, also ist es ja nicht allzu lang. Ming bai ma? Ich such nochmal das Internetcafe auf, euch zu liebe.
Machst gut!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo, Shanghaierin !
wie es scheint, bist du nun richtig angekommen. viel spaß auf arbeit und ich wünsche dir viele deutsche firmen, deren größter wunsch eine niederlassung in shanghai ist ! bei uns ist weiter schnee und kälte, aber sonne, super zum hunde-gassi-gehen bis zur pappel ! viele liebe grüße aus dem verschneiten berbisdorf ! mama, papa, juli und alle t.