Freitag, 24. Oktober 2008
Snoopy's Story
Ich habe ja lange nichts mehr von mir hoeren lassen, was aber einfach darin begruendet liegt, das bei uns einfach nichts passiert. Einfach nur Alltag.
Also momentan koenntet ihr keinen von den Abenteurern auf den Strassen Pekings entdecken. Die eine Heldin haelt ein Nickerchen, die andere hats sichs gerade unheimlich gemuetlich gemacht: sitzt hier in einer Snoopyschlafanzughose und dicken Stiefelhausschuhen, hat sich Schuster-Omas Schokopulver zu einem heissen Getraenk geruehrt (seltenes Vergnuegen, haben fast nie Milch im Haus, wird immer so schnell schlecht) und knabbert ein paar frisch in der Pfanne angeroestete noch knisternde Erdnuesse - perfekt geschuetzt also gegen die Kaelte in den koeniglichen Schlafgemaechern.
Bin gerade (wieder mal) von der naechsten Reparaturannahmestelle mit meinem geflickten Drahtesel heimgekehrt.
In den letzten 2 Wochen ist mir die Kette gerissen, die linke Pedale abgefallen, haben sich die Bremsen gelockert und der Hinterreifen geplatzt. Aber ich lieb es immer noch. Bis es unter mir zusammenbricht.
Tanja ist zur Zeit mit der Aufklaerung der Chinesen beschaeftigt. Denn, Freunde, ein neues Zeitalter ist angebrochen! Und das hat neben MP3 Playern und Castingshows auch etwas anderes hervorgebracht:
Nordic Walking.
Respekt Tanja - ueberholen ohne einzuholen.
Am Dienstag wurde ich meines Amtes als Deutschlehrerin fuer eine 8-jaehrige Chinesin enthoben und per Mail abgespeisst mit den Worten: "Wir finden trotzdem, dass Sie eine nette und unangenehme Studentin sind."
Da Du Mei Yan und mein Vorhaben, letzte Woche nach Tianjin zu fahren, scheiterte (keine Fahrkarten fuer die naechsten 6 Zuege) machen wir uns nun morgen auf, die Hafenstadt zu erkunden. Stattdessen verbrachten wir etwas Zeit vorm Affengehege des Beijinger Zoos - es war aber leider ziemlich traurig, nochmal werde ich da nicht hingehen.
Jetzt ruf ich erstmal meine Schwesterherz an - die Gute hat Ferien, und da wirkt sich zu langes Schlafen ja bekannterweise auf die Laune aus, richtig?
Heisse Schokolade ist alle. Oh nein!
Nachtrag:
Ich glaub ich spinne. Steig ich auf mein Fahrrad um ins Studio zu fahren und denk:
"Maedel, hier ist was komisch" - 5 Stunden nachdem ich den Reifen hab auswechseln lassen ist er schon wieder so platt wie ne Flunder -
apropo: habt ihr im Fernsehen anhand Frau Merkels stuermiger Friseur gesehen wie sehr es bei uns um die Ecken gepfeift hat? Leider sind wir ihr noch nicht begegnet. Aber
wir halten die Augen offen!
Montag, 20. Oktober 2008
Ach wie schön ist doch das Erzgebirge
Xiangshan-Park
Xiangshan bedeutet "Duftberg", doch nicht der Berg duftet hier, sondern sein Gipfel sieht aus wie ein Gefäß, in das im Tempel Räucherstäbchen gesteckt werden. Und hinauf kommt man heutzutage vom Nordtor aus mit dem Sessellift.Schon seit mehr als tausend Jahren werden an dieser Erhebung in den Westbergen Tempel, Pagoden, Pavillons, Tore und Villen gebaut, für einsame Eremiten, aber auch für die Bewohner der Hauptstadt, die vor allem im Sommer der Hitze in die kühleren Berge entfliehen wollen. Auch im Herbst kommen zahlreiche Ausflügler und ergötzen sich an den satten roten Blättern der Ahornbäume an den Abhängen (http://www.schwarzaufweiss.de/peking/xiangshan.htm).
Wir zwei Deutschen wollten also schnell zurück, irgendwohin wo es ruhiger ist. Der ganze Park ist aber so verschachtelt, dass wir ewig umherirrten um einen Weg nach unten zu finden. Den selben wie hoch wollten wir auf keinen Fall wieder runter. Und die Variante Seilbahn hat sich beim Anblick der ca. 1000 Meter Menschenschlange gleich erledigt.
Wir hatten Glück. Endlich fanden wir, wo nach wir so lange suchten: einen ruhi
Den Tag beschlossen wir mit einem Peking-Ente-Essen (烤鸭).
1. Beijing am Wochenende nicht in Richtung Ausflugsziele verlassen.
Montag, 13. Oktober 2008
Jetzt komm ich
Jetzt kommen wir also zur detaillierten Ausfuehrung jener Ereignisse, die Wen Danya in ihrer Euphorie entfallen sind.
Geburtstagsparty!!! Unser verehrter Kollege Xi Yue hat letzte Woche ein zartes Alter von 23 Jahren erreicht. Zelebriert wurde das ganze in guter deutscher Manier: mit Rostern, Steaks (vom Chef persoenlich tags vorher eingelegt), Kartoffelsalat, echten Broetchen, Kuchen und sauren Gurken. Alle Geladenen waren schwer begeistert von Xi Yues fantastischen Gastgeberqualitaeten - wenn wir auch ein Grillfest ohne entsprechende Geraetschaft veranstalten mussten, da offizielle amtliche Genehmigung nicht erteilt worden war.
Shanghaier sind da!!! Freitag Mittag schlugen sich doch tatsaechlich Lu Shanli, Alin, Du Mei Yan + ich gemeinsam tratschend in unserer Lieblingskneipe die Baeuche voll und tauschten ihre Eindruecke von der Fremde aus. Die Maedels sind einer Einladung vom DAAD (unserer "Vermittlungsagentur") gefolgt und haben uns im hohen kalten Norden einen Besuch abgestattet. Abends ging das grosse Fressen zusammen mit ca. 100 deutschen Studenten weiter. Lecker! Hinterher Sanlitun, Cocktails trinken. Samstag lauschten wir gebannt Vortraegen der AHK und eines dts. Journalisten, bevor wieder zur Nahrungsaufnahme und dann zu erwaehnter Bustour gerufen wurde. Ich hab mich hinterher rar gemacht und bin ins Bett. Wie kann man nur soviel essen, Leute?
Gestern vormittag machten Du Mei Yan und ich uns schick und suchten eine Jobmesse im German Center auf, um uns nach etwaigen Praktikumsplaetzen umzuhoeren. Das wird noch ein Kampf, Genossen. Nach erfolgreichen Einkaufbummel und Starbucks Caramel Macchiato hab ich anschliessend (allein!) mit Vermieter verhandelt und neuen Toilettensitz rausgeschlagen. Tag endete in mehrstuendiger Lerneinheit mit Monika, die mich 50 mal das Wort Deguo (Deutschland) hat singen lassen (waehrend ich meine Hand an ihre Kehle gehalten hab um Vibrationen zu empfangen) - ich krieg die Toene einfach nicht hin. Aber ich uebe!!!
Matti hat sich heute mein Fahrrad geliehen um sich die Stadt mal aus der Perspektive des 2. schwaechsten Verkehrsteilnehmers anzuschauen - ich hoffe, er kommt heil zurueck.
Gib Gummi, Matti!
Sonntag, 12. Oktober 2008
Empfang in der Botschaft - die Zweite
An diesem Abend bin ich besonders satt und glücklich ins Bett gefallen.
Montag, 6. Oktober 2008
Tianjin
Nachdem Essen ging's zum Akkordeon Wettbewerb - ist schon interessant.
Anschließend hatten wir noch das Vergnügen die chinesische Gastfreundschaft zu genießen. WangXue - hat uns eine Führung durch die Kulturstraße in Tianjin gegeben und lud uns dann zum Essen zu sich nach Hause ein. Immerhin hat er seine Tante, bei der er wohnt, zwei Stunden vorher angerufen. Das Essen war lecker, kandierte Süßkartoffel, Hühnerbeinchen und Jaozi hmmmh.
Um das Erlebte zu verarbeiten gingen wir noch ein bisschen spazieren. Kamen nur bis zum nächsten Supermarkt, in dem es super leckere Schokokekse gab und -haltet Euch fest - es gab auch Sauerkraut von Kühne, Saure Gurken, Salatfix und Marmelade von Schwartau Extra. Da ich nicht alles mit nach Beijing nehmen konnte (meine Handtasche wäre sonst echt schwer geworden) kam es also, dass ich zwei Gläser Sauerkraut mit nach Beijing gebracht habe. Ihr glaubt nicht wie sich meine Lieblingsmitbewohnerin gefreut hat.
Der Sonntag war total verregnet, so dass ich es vorzog doch nochmal mit zum Wettbewerb zu gehen und erst am Nachmittag mit Nadja nochmal in Ruhe durch die Kulturstraße spazierte. Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen - mein Zug ging wieder zurück nach Beijing und Nadja musste zur Abschlusszeremonie und zum anschließenden großen Essen (vielleicht kannst Du ja nen kurzen Kommentar zum Essen schreiben, Nadja?).
An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei Nadja und Thomas für das Wochenende in Tianjin bedanken.
Jetzt wisst ihr also, was ich am Wochenende so getrieben habe. Nun heißt es aber wieder Zeichen lernen, denn die Uni ist heute wieder los gegangen.
Samstag, 4. Oktober 2008
Von mir fuer euch
Die erste Geschichte, die ich euch erzaehlen will, handelt von 2 kleinen Maedels, die sich zusammen auf ihre Drahtesel geschwungen haben und aufgrund grandioser Orientierungsfaehigkeiten bis zum Tiananmen gefunden haben. Und das ist eine Strecke von 2 Stunden, meine Freunde. Unterbrochen wurde die rasante Fahrt zwischen BWMs und Pferdekutschen, zwischen millionenschweren Hochbauten und charismatischen Hutongs durch 2 kleine Zwischenfaelle, die ich leider auf meine Kappe nehmen muss. Der Schluesselsatz lautet: "Du Mei Yan, hier ist was komisch!"
Mein geliebtes Fahrrad leidet in seinem jungen Alter an ein paar Gebrechen - erst ist eine Mutter abgeflogen mit anschliessendem Versagen des Vorwaertsganges, dann ist mir mitten auf einer 6-spurigen Kreuzung die Pedale abgekracht - ich verspuerte in dem Moment doch ein leichtes Gefuehl von Panik - aber alles ging gut aus, keine Sorge, fahrende Reparaturwerkstatt brachte alles fuer 5 Euro wieder ins Lot.
Der Ausflug an sich war absolut klasse, zwischendurch gabs sogar Kartoffelpuffer, fast wie bei Mama, das war sooooo lecker. Haben uns einen Ueberblick verschafft vom historisch wertvollen Herzen Chinas und einem Haufen Chinesen Bilder von 2 verrueckten Europaern zum Rumzeigen bei der naechsten Party geliefert.
Den zweiten Vorfall, den ich auch mein Leben lang nicht vergessen werde, kann ich euch natuerlich nicht vorenthalten. Oeffnet euren Horizont und stellt euch folgende Szene vor:
Eure Blase ist voll mit Bier und Schnaps. Ihr habt alles an, was ihr in eurem Rucksack verstauen konntet (neben anderen essentiellen Dingen wie Wasser, Keksen, Stolz und Vorurteil, feuchten Tuechern). Ihr friert trotzdem. Eure Fuesse sind eiskalt, trotz Kuschelsocken, und die Blase drueckt unaufhaltsam. Um euch herum die Leiber 5 weiterer Abenteurer, dicht an dicht gedraengt um von der Koerperwaerme des anderen zu profitieren, und wenn es ein Pups ist. Ausserhalb eurer Behausung breitet sich die schier unendliche mongolische Steppe aus. Ihr liegt auf hartem Holz und einem Koernerkopfkissen in der totalen Dunkelheit, wartet auf die erloesende Betaeubung des Schlafes.
Ploetzlich faengt die Erde um euch herum an zu beben, in wilder Hast naehern sich bedrohliche Schlaege, die dich so in Angst versetzen, dass du sogar vergisst, dir in die Hosen zu machen. Es kommt naeher. Viel naeher. Du vergisst zu atmen. Es kommt...
verpasst euch knapp und donnert schwerschnaufend vorbei.
Und jetzt stellst du dir vor, dass ein paar Sekunden, nachdem man ausser Gefahr zu sein scheint, von ganz hinten rechts jemand die Worte von sich gibt:
"That ... ... ... was not a chicken."
Freitag, 3. Oktober 2008
Unsere Ferienerlebnisse
Damit wir in den Ferien nicht im „langweiligen“ :-) Beijing rumsitzen müssen, buchten wir letzte Woche eine 3-Tagesreise in die Innere Mongolei. Nicht zu verwechseln mit der Mongolei.
Die Innere Mongolei ist ein Autonomes Gebiet der Volksrepublik China, unweit von Beijing. Naja, sieben Stunden mit dem Bus sind es schon gewesen.
Am Dienstagmorgen klingelte der Wecker zu einer unchristlichen Zeit, denn 06:00 Uhr hieß es Abfahrt in Wudaokou (Stadtteil von Beijing), und dort mussten wir schließlich auch noch hinkommen. 05:15 traf sich also das Zwickauer Quartett um mit dem Taxi zum Ausgangspunkt unserer Reise zu gelangen. Taxen standen durchaus vor unserer Uni, aber wo waren die Fahrer? Die lagen auf der Rückbank und haben geschlafen. Wir weckten also einen, durch klopfen an der Tür, und fuhren los. Viel zu früh waren wir dann also in Wudaokou, wo wir auf den Bus und die englischsprachige Reiseleitung. Wie sich sehr bald herausstellen sollte, war diese nur ein Gerücht und die Reiseleiterin sprach nur chinesisch. Kurz vor 06:00 kamen zwei Busse angefahren – unsere Busse. Es gab zwei Reisegruppen, eine 3-Tagesreise und eine 4-Tagesreise, und so waren dann auch die Busse aufgeteilt. Als wir dass noch nicht wussten stellten wir uns vor den etwas Neueren, da der andere so aussah, als würde er die Reise nicht überstehen. Leider wurde uns dann doch der alte Bus zugeteilt. Ganz Europäer besetzten wir die letzten beiden Reihen, wie früher im Schulbus. Vor uns setzten sich noch zwei Kroaten – Zoran und Petra - mit denen wir in der kommenden Nacht eine Jurte teilten, aber dazu später mehr.
Wir saßen also im Bus und fuhren und fuhren und fuhren. Nach 7 Stunden Fahrt kamen wir in Hohot, der Provinz-Hauptstadt, an und aßen zu Mittag (eher zu Nachmittag). Gesättigt ging die Fahrt weiter, nach zweieinhalb Stunden bogen wir von der asphaltierten Straße auf einen Schotterweg ab und fuhren durch die innermongolische Steppe an diversen Ansammlungen von Jurten vorbei. Wir dachten zwischendurch ein paar Mal, dass der Bus -bei diesen Schlaglöchern- auseinanderbrechen wird, aber er hielt.
Kaputt von der Fahrt kamen wir gegen 18:00 in unserem Dorf an. Auf dem Plan stand für den ersten Tag noch ein Ausritt auf Mongolischen Pferden, der auf Grund der Uhrzeit aber nicht mehr stattfand. Der versprochene Wrestling-Kampf (Bild im Webalbum) wurde uns noch gezeigt, war aber eher harmlos. Viel
Nach dem Essen trafen sich alle zu Bier und anderen Getränken in der Bar – es gibt zwar sonst nix, aber eine Bar ist vorhanden – und draußen wurden noch ein paar traditionelle Tänze aufgeführt und Lieder gesungen. Wie oben schon angekündigt, hatten wir uns auf der langen Busfahrt also mit den Kroaten angefreundet und beschlossen mit ihnen eine Jurte zu teilen.
Nachdem Frühstück riefen unsere Reiseleiter schon wieder „kuai, kuai yi dianr“, was soviel heißt wie „schnell, schnell“. Jetzt wurde der Ausritt auf den mongolischen Pferden angeboten. Es gab drei verschiedene Touren für drei verschiedene Preise – von 4,5h bis 1h (von 200 RMB bis 50 RMB). Also wenn wir überhaupt reiten, dann nur eine Stunde für 50 RMB, schließlich war das der Preis, der im Prospekt stand. Nach langem Hin- und Her saßen wir drei Mädels dann doch auf so einem mongolischen Gaul (meiner war 10 Jahre alt). Irgendwie hatte ich es verpasst und war in einer anderen Gruppe gelandet als Suzzan und Du Mei Yan und hatte noch mehr Schiss als vorher, da ich ja den chinesischen Guide nicht verstehen konnte und neben mir sah ich erst auch nur Koreanerinnen, die nicht so gut Englisch sprechen konnten. Zumindest konnte mi
Da die anderen Gruppen noch unterwegs waren, schnappten wir uns die rumstehenden Gartenstühle, unsere Tagebücher, MP3-Player, Bücher und Kekse und pflanzten uns in die Sonne. Dadurch haben wir irgendwie das Mittagessen verpasst und uns blieben nur noch die Rester. Naja – bei uns gab es ja Kekse, also war es nur halb so schlimm.
Wieder hörten wir die Reiseleiterin „kuai, kuai yi dianr“ rufen und liefen in unsere Jurten, um die Rucksäcke zu packen. Es sollte nämlich gleich -am Ende war es eine halbe Stunde später- losfahren. Das nächste Ziel war die Wüste. Als der Bus endlich startete und die Schlaglöcher alle wieder mitgenommen hat kamen wir wieder durch Hohot und wir fuhren und fuhren und fuhren. Nach ca. 4.5h kam der Bus zum stehen, in einem Inner Mongolischen Camp (so ähnlich wie wir es am Mittag verlassen hatten). Hier soll Wüste sein? Hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt. Ein paar Meter weiter stand ein komisches Gefährt, irgendeine Mischung aus Truck
Nach fünf oder zehn Minuten sahen wir sie dann plötzlich vor uns: KAMELE. Wir zögerten nicht lang und erwarben uns da
Nach dem Ritt ging es mit dem „Achterbahn-Gefährt“ wieder zurück zum Camp, wo wir Abendessen bekamen und einem mongolischen Fest beiwohnen konnten. Aber das Vergnügen dauerte nicht lang an denn wir vernahmen schon wieder die Worte „kuai, kuai yi dianr“ von unserer Reiseleiterin. Schnell noch der Gang zur Toilette, bevor wir wieder in den Bus steigen, wobei wir das Erlebnis nicht mit Euch teilen wollen!
Nun saßen wir wieder im Bus und fuhren und fuhren und fuhren. Wir wussten, dass wir auf dem Weg zum Hotel waren, nur keiner von uns hatte auch nur eine Ahnung dass sich dieses in Hohot befindet, sodass wir weitere 5 Stunden im Bus saßen. 0:30 Uhr erreichten wir endlich die Hauptstadt und unser Hotel. Juhu, endlich ein richtiges Bett und eine Dusche, deren Gebrauch wir allerdings auf den Morgen verschoben, da es zu unserer Ankunftszeit (zumindest im Bad von Suzzan und mir) nur noch kaltes Wasser gab. Nach einer erholsamen Nacht, einer warmen Dusche und einem reichlichen Frühstück war es Zeit für die Abfahrt. Wir blieben in Hohot und kamen nach nur einer halben Stunde Busfahrt bei einem Tempel „Hohot Five Pagoda“ an. Hier hatten wir eine Stunde Zeit zur Besichtigung des Tempels, bevor der Bus weiterfuhr um uns in eine Verkaufshalle zu chauffieren. Das Zwickauer-Quartett blieb standhaft und hat kein Geld ausgegeben :-). Mittagessen gab es im selben Restaurant wie am ersten Tag – leider wieder Hotpot (Feuertopf), aber immerhin war es ziemlich lecker. Nun stand nur noch eine Station auf dem Plan bevor es wieder zurück nach Beijing ging: Das Dinosaurier-Museum. Zum Glück war es schwierig Karten zu bekommen und die Schlange war auch ganz schön lang. So waren wir uns alle einig, dass wir keine Lust hatten und gleich in die chinesische Hauptstadt zurückfahren wollten. Nach siebeneinhalb Stunden, einigen Staus, mehreren Vollbremsungen und einer verpassten Ausfahrt (um nicht die nächste zu nehmen, setzte der Bus einfach auf der Autobahn zurück und konnte so die gewollte Abfahrt runterfahren) erreichten wir todmüde und hungrig Beijing.
Heute ließen wir es also ruhig angehen, was nicht schwierig war, denn die Stadt ist wie ausgestorben – sind doch alle Chinesen bei ihren Familien oder im Urlaub. So war es heute sogar möglich in der U-Bahn einen Sitzplatz zu bekommen, aber leider sind auch die Starbucks Cafe’s in den Geschäftsvierteln geschlossen…