Donnerstag, 15. Januar 2009

Hi alle daheim und anderswo. Ich begruesse euch zu einer neuen brandheissen Folge von:
Kulturschock in Shanghai.
Sitze wieder mal zwischen den hasenzaehnigen Chinesen in der Spielhoelle, nachdem ich heute aus dem Hotel ausgecheckt bin.
Nach 4 Stunden "Training" heute morgen im Buero bin ich mit meiner Sprachpartnerin (hier nochmal grosses Lob an sie, sie hat sich heute klasse gehalten) und meinem Makler zur Wohnung, zur Gelduebergabe. Natuerlich war das Zimmer nicht wie vereinbart sauber gemacht worden, natuerlich waren zwar alle alten Moebel rausgestellt worden, aber neue waren noch nicht drin. Aber immerhin Waschmaschine da. Ach ja, und der nicht mehr vorhandene Schrank hat gelblichen Fleck an der Wand verdeckt, ich glaub, ich muss das mal trocknen lassen. Papa, was sagst du?
So, nachdem wir Gepaeck aus dem Hotel geholt haben, war erstmal fangdong (heisst "Vermieter") weg. Aber Moebel drin.
OOOOOOOHHHHHHHHHHH, hier krabbelt ne Kakerlake auf dem Computertisch.
Wir ihn aufgetrieben, dann zur Polizei, fuer meine Aufenthaltsgenehmigung. Beamtin meinte, ich brauche erst Bestaetigung, dass ich da auch wohne wo ich wohne. Ok, zum naechsten Amt.
UND DANN, dann, lag der Hase im Pfeffer.
Denn hier in China, wisst ihr, muss man auf alles gefasst sein.
Wisst ihr was los war? Mein Vermieter, war zwar mein Vermieter, aber wie sich rausstellte, auch nur ein Mieter. Obervermieter ging nicht ans Telefon. Dann ging es zur Sache. Den Beamten war es egal, wer denn nun eigentlich wo wohnt, aber wichtig war, wer die Steuern bezahlt. Angesetzt wurde bei 30 Euro im Monat. Mein Vermieter wollte nicht. Warf wie wild Bestechungszigaretten auf die Tische der Beamten. Dikussion. Er ueberlegt, ob er mich raushaut, dann hat er den ganzen Aerger nicht. Ich atme ganz ruhig durch. Runter auf 20 Euro Steuer im Monat. Nach einer Unendlichkeit, dann das Ergebnis: huhu, ich darf wohnen bleiben, Vermieter zahlt fuer mich 10 Euro. Wenn ich ausgezogen bin, stecke ich uebrigens den Beamten, das, entgegen den Angaben des Vermieters, tatsaechlich noch andere Leute mit da wohnen. Dann haben sie ihn am Haken.
Am Wochenende werde ich mein Zimmer nochmal ordentlich streichen. Achja, Aerger um Bett hab ich noch nicht berichtet. Ich habe jetzt alte Matratze zu neuem Bett, was bedeutet, dass Bett um 30 cm kuerzer ist als Matratze. Ich hasse diesen Vermieter. Er meint, ich soll 30 Euro zahlen, dann krieg ich neue. Obwohl ich die Matratze, die zu dem Bett passt, schon gesehen hab, in dem anderen Zimmer. Was fuer ein Arsch.
Sonst ist heute nix passiert. Ich kauf mir dann noch nen schoenen Film, kuschel mich in meine neue Decke und will einfach nur alles um mich herum vergessen. Vor allem diese Wohnung.
Ich hab euch lieb!

Mittwoch, 14. Januar 2009

Si si kuai si si

Ich melde mich zurueck aus der Stadt der Verrueckten.
Heute war erster halber "Arbeitstag", wir beiden neuen Praktikanten (ein Ami namens Michael und ich) liesen uns nochmal die Firmenpolicy erklaeren, dann wurden wir von unserem Chef noch ueberall rumgezeigt. Gerade eben spielt sich in der Lobby tolles Schauspiel ab, Rezeptionistin und Hotelresident schreien sich quer durch die Halle an. Na ich schreib einfach mal weiter, ich weiss nicht worum es geht.
Ich weiss gar nicht mehr was ich schreiben wollte, warum kreischen die denn so?
Also. Ach ja, ich hab ne Wohnung, natuerlich die, die ich zu erst gesehen habe. Montag abend hab ich noch die absolut fantastischste Wohnung der Welt gesehen, leider hab ich mich beim Vertragunterschreiben etwas mit der Vermieterin gezofft (sie wollte, dass ICH Installation vom Internet bezahle, seh ich gar nicht ein, nur weil ich der erste Mieter bin?!) - also bin ich wieder abgezischt, mit meiner Uebersetzerin Stefanie zusammen. Dann eben wieder zum anderen, dem ich vorher schon abgesagt hatte, dann im schoensten chinesische: "Ich bitte vielmalst um Entschuldigung, aber ich habe meine Meinung geaendert." Also wieder hoch in erste Wohung. Ploetzlich stellte sich raus, das es im Waschbecken kein warmes Wasser gibt. Na klasse. Und das Moebel ist auch von schlechter Qualitaet, hab ich gesagt. Da meint er, er haette auch noch ne andere Wohung. Wir da hin, im Nachbarhaus. Tolles Zimmer, tolle dunkle Moebel, neu. Mhm. Anscheinend dachte sich aber der Vermieter, man koennte des Wert des Zimmers noch unheimlich steigern, wenn man Badezimmer einbaut. Aber ja kein Platz, nicht wahr? Was macht kluger Chinese? Genau. Glaeserne Balkontueren taten sich vor mir auf, und da, auf dem Balkon im 4. Stock, das Wunder - links das Waschbecken, am anderen Ende rechts Klo, direkt darueber Duschkopf. Klappt mir bitte den Mund wieder zu. Der Balkon voll verglast, interessierten Blicken konnte man sich durch geschicktes Rueberzupfen einen glaenzenden silbernen Vorhangs erwehren. Ach.... noe danke.
Aber die Moebel sind schon.
Da faehrt er seine allerallerletzte Waffe aus: was waere, wenn wir die Moebel mit dem anderen Zimmer austauschen?
Handschlag, dreimal die Frage an mich, ob ich es auch ernst mein, ich versichere es ihm, wir sofort mit Vermieter Vertrag aufgesetzt.
Jetzt hab ich Geld geholt, daher zieh ich morgen ein, nachdem Vermieter mit mir bei Polizeistelle war um meinen Wohnsitz hier anzumelden.
Ich arbeite morgen also auch nur halbtags. Alle, die ich bis jetzt im Buero kennengelernt habe, sind maennlich aber nett (!), meinen direkten Chefs, denen ich dann Bericht erstatten muss, bin ich aber bis jetzt noch nicht begegnet, die sind noch in Deutschland. Was ich mache? Cold Calls - ich soll mit der Zeit alle 1200 deutsche Firmen, die SIP in ihrer Datenbank hat, anrufen, und anfragen, ob sie in naechster Zeit Bedarf an einer Beraterfirma haben (SIP kuemmert sich darum, das sie ihre Business License bekommen, hilft bei Buerokratieangelegenheiten, und fuehrt Firma mit Baufirmen, Designern etc. zusammen, falls sie ein neues Buero einrichten wollen, eine neue Fabrik bauen, einfach nur ein Grundstueck suchen etc.)
Mehr weiss ich auch noch nicht.
Beim heutigen gemeinsamen Mittagsessen wurde beratschlagt, wo man wohl nach der Firmenfeier am Freitag hingehen konnte, ploetzlich kam Karaoke (ohhhh nein) mit ins Spiel, ich glaube, das werden nochmal ein paar Zeilen auf dieser Seite.
Die streiten uebrigens immer noch.
Machts gut!
Ach ja, Internet habe ich erst ab naechstem Jahr wieder. Ja, so geschockt wie ihr hab ich auch erst geschaut. Aber naechstes Jahr ist ja schon im Februar, also ist es ja nicht allzu lang. Ming bai ma? Ich such nochmal das Internetcafe auf, euch zu liebe.
Machst gut!

Fortsetzung Harbin: Ankunft in Beijing

Ich weiß, ich weiß. In letzter Zeit habt ihr wieder viel zu lesen, aber dafür hattet ihr zum Jahreswechsel eine kleine Pause von uns. Dies ist auch der letzte Teil der Serie Simatai & Harbin. Tatsächlich geht es aber um unsere letzten gemeinsamen Tage in Beijing. Nachdem wir also am 06.01. morgens wieder in Beijing angekommen sind, hieß es für Susann Koffer packen, denn in nur 4 Tagen sollte es schon nach Shanghai gehen.

Vorher riefen wir noch schnell Jenny (sie ist natürlich eine Chinesin) an, denn wir brauchten dringend Hilfe beim Handykauf. Susann`s Telefon aus Deutschland wollte schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Wir beerdigten es zusammen mit Johannes Canon Powershot (hier sollte jetzt eigentlich ein Link zur Johannes` Website stehen, die den Vorgang näher erläutert, aber leider hab ich den Link nicht mehr gefunden...)
Am Abend des 07. Januar trafen wir bei Maja zu einer Pyjama-Party mit Nudeln und Wein - lecker!!! Bilder von diesem Abend sind allerdings Verschlusssache und dürfen frühestens in 100 Jahren veröffentlicht werden.

Donnerstag war es dann soweit: Es gab Zeugnisse (und ein Teilnahme-Zertifikat). Da dies nun endgültig der letzte Tag an der UIBE war, wurden unzählige Fotos geschossen - von und mit jedem. Damit wir nicht sofort auseinander strömten, brachte unsere Zonghe Laoshi (rechtes Foto) noch ein bisschen Knabberzeugs mit, Chips zum Frühstück...




Bild links: der verbliebene Teil des Kurses 131 (die anderen sind schon nach Hause gefahren), links neben mir Tingli Laoshi.Freitagabend, 09.01.2009, 19:00 Uhr - bei unserem Lieblingschinese um die Ecke: 10 Freunde treffen sich zum letzten Abendmahl in diesem Kreise. Es handelte sich um unsere Abschiedsfeier. Alle hatten sich den Bauch vollgeschlagen und saßen ein paar Minuten später etwas müde bei uns in der Wohnung. Dieser Zustand hielt jedoch nicht lange an. Wir hatten da nämlich etwas vorbereitet: Eine Tombola, bei der wir alles verlosten was wir nicht mitnehmen wollten. Plötzlich waren alle wieder wach und konnten es gar nicht abwarten Lose zu ziehen (wir hatten insgesamt 40 Lose - ohne Nieten). Was für ein Spaß, vorallem weil wir zum Beispiel Handschuhe nicht paarweise sondern einzeln verlosten. Abräumer des Abends war Monika, neben unzähligen DVDs, ein paar Schuhe, deutschem Frühstücksfleisch bekam sie noch unseren Weihnachtsbaum samt Dekoration. Glückwunsch!
Und dann hieß es Abschied nehmen.

Samstagmorgen, 08:30 Uhr begleitete ich Suzann zum Flughafen und verabschiedete sie kurz vor 10:00.
Als ich zurück in die Wohnung kam war es ganz schön ruhig und leer :o(







Dienstag, 13. Januar 2009

Sabrina & Kai sind in Beijing...

... heute morgen kam neuer Besuch in Beijing an. Nachdem am Freitag schon Maja`s Max gut gelandet ist, sind heute Sabrina und Kai mit dem Zug aus Shanghai angekommen. Dies haben wir gleich genutzt um nocheinmal in Laoshe`s Teahouse zu gehen und uns bei einer Tasse Tee die Kunst des Schattentheaters anzusehen.
Nach einer ewig langen Taxifahrt waren wir anschließend in Maja`s Stammlokal Essen, um danach die Aussicht aus der 21. Etage (Maja`s Wohnung) zu genießen und den Abend mit einem Film und einer Flasche Wein/Bier ausklingen zu lassen.

Morgen Abend kochen unsere Sprachpartnerinnen (Monika, Danina und Iris) wieder für uns. Bin schon gespannt was es Leckeres geben wird. Aus der Essparty wird dann eine Geburtstagsparty, denn am 15.01. hat Monika Geburtstag.

Montag, 12. Januar 2009

Fortsetzung Harbin

Was bisher geschah:
Denn am naechsten Tag setzten wir unsere lang gehegten Plaene endlich in die Tat um und wollten (wollten!) mit dem Zug um 17:30 Uhr im Nachtwagen nach Harbin. Aber: Ueberraschung! Nach verspaeteter Ankunft unserer Tickets stellte sich heraus, dass wir noch 5 Stunden unserer Zeit rumbringen mussten (KFC, Starbucks), bis wir uns in unseren Wagon quetschen durften. 3 Betten uebereinander, Spucknapf auf dem Tisch, dicke Decken und nette Leute als Nachbarn machten die Fahrt unvergesslich.

Nach gut 11 Stunden Fahrt erreichten wir Harbin am Morgen des 03. Januar. Erstaunlicherweise fanden wir unsere Reiseleiterin, die wir nur für den ersten Tag hatten, gleich und sie begleitete uns zum Bus. Ab jetzt wurde es interessant, denn wir wollten den Tagesplan einmal komplett umwerfen. Der PLAN sah so aus: Besichtigung Schneeskulpturen, Lao hu anschauen (wahrscheinlich Zoo) vermutlich in einen Shop gehen (in dem wir nichts gekauft hätten) und abends Eisskulpturen anschauen, zwischendurch Essen gehen.
Nun ergab es sich aber, dass Xi Yue und Swantje am Tag vorher in Harbin angekommen sind und am Tag unserer Ankunft, abends, schon wieder zurückfuhren. Natürlich wollten wir sie treffen. Also redeten wir auf die Reiseleiterin und den Busfahrer ein. Nach 30 Min Diskussion und einem Telefonat mit einem englischsprachigem Chinesen, der gedolmetscht hat, stellte sich heraus, das wir erst ab 12:00 Uhr ins Hotel einchecken können. Aha, hier lag also das erste Problem. Kurz darauf hatten wir die Reiseleiterin überzeugen können zur russisch-orthodoxen Sophia-Kathedrale zu fahren, wo wir die beiden trafen. Nach einer weiteren Diskussion in der Kathedrale und einer kurzen Besichtigung konnten wir die beiden im Bus mitnehmen und fuhren in ein Restaurant/Imbiss (Suzzan, wie kann man den Schuppen nennen?). Gestärkt und verwundert darüber, wie die Toilettenspülung konstruiert war und warum immer wieder Wasser über den Gang lief ging es weiter zu den Schneeskulpturen. Noch im Bus hat die gute Frau Geld eingesammelt, um die Tickets zu kaufen. Irgendwo hielten wir kurz an und sie kam mit den Tickets zurück. Als wir am offiziellen Ticketschalter vor der Ausstellung schnell vorbeigeführt wurden, entdeckten wir plötzlich dass es Studentenrabatte gibt. Hier gab es also die nächste Diskussion, denn uns wurden die normalen Eintrittskarten für 120 RMB besorgt - für Studenten ist der Eintritt aber nur bei 60 RMB (6,00€ - und wir sind Studenten!). Zum Glück hatten wir unsere Studentenausweise bei, sodass wir 60 RMB zurück bekamen.
Die Skulpturen waren echt beeindruckend. Eine Vorstellung davon könnt ihr im Webalbum bekommen. Das an unserem Besuch war allerdings, dass noch nicht alle Figuren fertig waren und wir bei der Herstellung zu schauen konnten - wie die Eisblöcke zurecht geschnitten wurden, der (Kunst-)Schnee transportiert wurde. Und stellt Euch vor, es gibt sogar Werkzeug zum bauen von Schneeskulpturen, wer hätte das gedacht. Nach ungefähr zwei Stunden in der Winterlandschaft wurde uns kalt und wir wollten uns kurz im Hotel ausruhen bevor es zum Eislaternenfest ging, wo wir es nur knapp 1 Stunde aushielten, weil es einfach viel zu kalt war (- 27°C). Das war dann auch der Tag, an dem wir beschlossen Euch ein bisschen von der Kälte nach Deutschland zu schicken, damit ihr mal ein Gefühl davon bekommt ;-). Beim Eintritt ein ähnliches Spiel, die Reiseleiterin ließ uns zum Ticketschalter gehen, obwohl sie das Geld hatte und auch hier konnten wir die Hälfte sparen und haben nur 75 RMB (7,50€) bezahlt. Die Eisskulpturen sind dann nochmal einen Tick beeindruckender. Im Prinzip sind es aufeinander gesetzte Eisblöcke mit Leuchtstoffröhren, damit es nachts richtig schick aussieht. Ich frage mich ja, wie die Lampen die Kälte aushalten - liebe Ingenieure, die das hier lesen, sagt mir mal Bescheid, danke!

Am nächsten Tag wollten (wollten!) wir ins Märtyrer Museum. An der Hotelrezeption zeichneten sie uns den Ort ein und sagten uns welchen Bus wir nehmen sollten. Es hat alles super geklappt, nachdem wir dreimal am Eingang vorbeigelaufen sind, fanden wir ihn sogar irgendwann. Die Tür war nicht abgeschlossen, also gingen wir rein. Kaum hatten wir den Fuß in der Tür, kamen uns vier Uniformierte entgegen und drängten uns nach draußen, erzählten etwas, was wir natürlich nicht verstanden und wiesen auf ein Schild, dass uns deutlich machen sollte, dass das Museum erst 13:00 Uhr öffnet. Hm, was jetzt? Versuch in eine andere Ausstellung ist ebenfalls gescheitert, also Gegend erkunden, etwas Essen und wieder zum Museum gehen. Diesmal war es 13:00 Uhr, aber wir wurden wieder rausgeworfen, weil wir keine Tickets hatten. Normalerweise kauft man die ja auch drin, nicht aber in China. Vor dem Gebäude befindet sich ein kleines Tickethäuschen. Nach ordentlichem Anstehen zückten wir die Studentenausweise um ein ermäßigtes Ticket zu kaufen. Mir wurde mein Ausweis aus der Hand gerissen, irgendetwas daraus aufgeschrieben und dann wollten die auch noch eine Telefonnummer haben. Darauf hin bekamen wir die Eintrittskarten kostenlos. Jetzt, da wir die Karten in der Hand hielten, sahen wir auch, um was für ein Museum es sich handelt: "Heilongjiang Provinz Museum". Hier gab es von alten Knochen über ganze Saurier, Münzen und alte Vasen fast alles zu sehen. Nicht das was wir wollten, aber immerhin war es kostenlos.
Als wir mit dem Bus wieder zurück wollten, war der erste Bus ersteinmal kaputt und wir stiegen in den nächsten um (der dann entsprechend voll war).
Dann gingen wir noch in ein Internetcafe in einem dreckigen Hinterhof, irgendwo im Keller. Drinnen wie man es sich vorstellt: in dunklen, verrauchten Räumen sitzen Chinesen hinter Monitoren und kämpfen bei sinnlosen Spielen mit virtuellen Gegnern. Wir wurden in die hinterste Ecke gesetzt und konnten in Ruhe ein paar einzelne Neujahrsgrüße verschicken.
Nach dem Sonnenuntergang besuchten wir schließlich Mickey und seine Freunde im Ice-Disney Land, was auch wunderschön beleuchtet ist. Plötzlich knallte es und wir konnten auch noch einem Feuerwerk beiwohnen.
Den Rest des Abends vebrachten wir nach einem Spaziergang auf der Einkaufsstraße in einem Café, welches in einer alten Synagoge untergebracht ist. Dort ist es so gemütlich, dass wir dann auch einen Großteil des letzten Tages dort verbrachten. Denn das was wir uns noch anschauen wollten, war einfach zu weit weg vom Hotel und draußen war es auch zu kalt. Am Vormittag schauten wir uns die Einkaufsstraße nochmal bei Tageslicht an (es sah bei weitem nicht so schön wie aus, wie abends, wenn alles beleuchtet ist). Am Ende der Straße befindet sich ein Denkmal für die Flutopfer und dahinter liegt der Songhua River (glaube das ist richtig). Der Fluss war total zu gefroren und wir hätten die Möglichkeit gehabt mit einer Pferdekutsche oder mit einem Hundeschlitten übers Eis zu fahren. Für die Kids ist es herrlich, denn sie können Schlittschuhlaufen oder Kreisel drehen lassen.
21:50 Uhr war es dann soweit und wir saßen auf unseren Betten im Zug zurück nach Beijing.
Fortsetzung folgt...
Hi Fans!
Nachdem ich gestern den PC meines Hotels durch den Versuch, das Postfachs meiner Uni zu oeffnen, toetete, habe ich mich nun endlich durchgeschlagen zum Internetcafe. Nach erheblichen Verstaendigungsschwierigkeiten sitzt ich nun hier uns halte immer ein 10minuetiges Schlaefchen waehrend PC Seite oeffnet.
Gestern bin ich erst allein und dann mit Alin diverse Maklerbueros abgeklappert. Sie meinte, nachdem ich ploetzlich von fremden Makler als die Auslaenderin erkannt wurde, die fuer 2000RMB ein Zimmer sucht und einfach nicht zufriedenzustellen ist, dass in Zukunft bei allen Maklerbueros sofort die Rollos runtergehen werden, sobald ich mich auf 20 Meter naehere.
ALso, die Wohung im 21. Stock steht noch zur Diskussion, aber Moebel und Bad schlecht, spricht nur Fenster dafuer. Jetzt hab ich noch ein 2. Zimmer in WG, ERdgeschoss, blick auf SChuppen, aber tolle Kueche (ueber den Hof) noch keine MOebel (die sagen die kommen bevor ich einziehe) und nettes Bad fuer 1600. Bin dem nicht ganz abgeneigt. Heute abend um 8 treffe ich noch anderen Makler, die wollen mir bis dahin noch was raussuchen.
Was mach ich bis dahin? Ich kann nicht gerade sagen das ich mich sehr heimelig in dieser Stadt fuehle. Aber das kommt hoffentlich noch. ERstmal schnell das hier reinstellen bevor Zeiit ablaeuft. Ich habe uebrigens unglabublich u kaempfen mit der Tatstatu. hilfe.\
Ich hab euch lieb!
SUsann

Samstag, 10. Januar 2009

Ni sou de seme? AEH?

Es tut mir leid, das ich die aeusserst spannende Reihe unserer Folge Urlaub in China unterbrechen muss, aber ich habe eine wichtige Meldung rauszugeben:
"Ich bin ein Shanghaier!"
Nachdem wir die Chinesen im Flugzeug heute beinahe ein Ohr abgekaut haetten, mir ganz schoen mulmig wurde bei der wackligen Landung des Piloten, ich mich samt Koffer endlich in das Taxi gewuchtet hatte stand ich an der Rezeption meines Hotels in Shanghai, Minhang District.
Nach einigem hin und her und her und hin (man wollte mir unbedingt ein teuereres Zimmer geben als das was mir die Firma bezahlt haette) lag ich endlich ausser Puste in mit unentspannten Gesichtszuegen auf meinem Bett. Dann der Reihe nach meine Kontaktpersonen in der Stadt abtelefoniert, keiner ging ran, bis ich das meine liebste ehemalige Zwickaumitbewohnerin Alin an der Strippe hatte. Okaz, wo bist du und wo bin ich und wo zum Teufel koennen wir uns treffen? Nach 2 Stunden, waehrendderen ich mir eine Bus-und Bahnkarte und eine neue SIMKarte fuers Handy zugelegt habe (Beijinger SIMKarten lassen sich in Shanghai nicht aufladen, nicht nur die Deutschen koennen es kompliziert machen)) hab ich Alin endlich (voruebergehender Kommunikationsausfall wegen Karte) gefunden. Nach einem genuesslich eingenommenen Mahl ging es ab zum Makler. Nachdem wir gerade 3 Saetze hervorgebracht hatten, vomn wegen suchen Zimmer und billig etc. scheuchte er uns raus aus dem Buero und fuehrte er uns zu nahe gelegenem 22. stoeckigem Hochhaus (Zimmer natuerlich im 21. Stock), ziemlich neu, aber auf chinesische Art und Weise neu, mal gucken. Zimmer hat Potential, mit eigenem Bad (na gut, ich bin von Beijing her schlimmeres gewohnt), aber man wohnt trotzdem mit Chinesinnen zusammen, eigentlich ganu so wie ich es wollte. Man hat einen Hammerausblick, waehrend man auf der Bank sitzt, die direkt ans Fenster anschliesst (sowas hab ich mir schon immer gwuenscht) - warum ich noch nicht zugesagt habe? Naja, Kueche ist im Zimmer, Kueche ist eine multifunktionale Abzugshaube ueber einem Brett, Kochplatten muss ich also selbst kaufen. Einrichtung ganz schoen notduerftig.
Der Makler hat jetzt meine Nummer und wird wahrscheinlich nicht locker lassen, bis er ich nicht sicher irgendwo untergebracht hat.
Jetzt mach ich mich erstmal ab in mein suesses Zimmer, muss schlafen, morgen wird ein grosser Tag.
Liebste Gruesse an alle - mir gehts gut!!!!!!!
Ach ja, und noch Bemerkung zum Titel - Shanghaidialekt bedeutet, das man ueberall das "H" weglaesst - eigentlich sagt man bei zh - zsch, die Leute hier sagen z. Dann heisst das auch nicht shenme shihou (wann) sondern senme sihou. Als wuerden die hier alle lispeln, total merkwuerdig.
Fortsetzung folgt! Tanja, am Besten, du schreibst mal den letzten Teil zu Ende, ich kann mich schon gar nicht mehr dran erinnern...