Es tut mir leid, das ich die aeusserst spannende Reihe unserer Folge Urlaub in China unterbrechen muss, aber ich habe eine wichtige Meldung rauszugeben:
"Ich bin ein Shanghaier!"
Nachdem wir die Chinesen im Flugzeug heute beinahe ein Ohr abgekaut haetten, mir ganz schoen mulmig wurde bei der wackligen Landung des Piloten, ich mich samt Koffer endlich in das Taxi gewuchtet hatte stand ich an der Rezeption meines Hotels in Shanghai, Minhang District.
Nach einigem hin und her und her und hin (man wollte mir unbedingt ein teuereres Zimmer geben als das was mir die Firma bezahlt haette) lag ich endlich ausser Puste in mit unentspannten Gesichtszuegen auf meinem Bett. Dann der Reihe nach meine Kontaktpersonen in der Stadt abtelefoniert, keiner ging ran, bis ich das meine liebste ehemalige Zwickaumitbewohnerin Alin an der Strippe hatte. Okaz, wo bist du und wo bin ich und wo zum Teufel koennen wir uns treffen? Nach 2 Stunden, waehrendderen ich mir eine Bus-und Bahnkarte und eine neue SIMKarte fuers Handy zugelegt habe (Beijinger SIMKarten lassen sich in Shanghai nicht aufladen, nicht nur die Deutschen koennen es kompliziert machen)) hab ich Alin endlich (voruebergehender Kommunikationsausfall wegen Karte) gefunden. Nach einem genuesslich eingenommenen Mahl ging es ab zum Makler. Nachdem wir gerade 3 Saetze hervorgebracht hatten, vomn wegen suchen Zimmer und billig etc. scheuchte er uns raus aus dem Buero und fuehrte er uns zu nahe gelegenem 22. stoeckigem Hochhaus (Zimmer natuerlich im 21. Stock), ziemlich neu, aber auf chinesische Art und Weise neu, mal gucken. Zimmer hat Potential, mit eigenem Bad (na gut, ich bin von Beijing her schlimmeres gewohnt), aber man wohnt trotzdem mit Chinesinnen zusammen, eigentlich ganu so wie ich es wollte. Man hat einen Hammerausblick, waehrend man auf der Bank sitzt, die direkt ans Fenster anschliesst (sowas hab ich mir schon immer gwuenscht) - warum ich noch nicht zugesagt habe? Naja, Kueche ist im Zimmer, Kueche ist eine multifunktionale Abzugshaube ueber einem Brett, Kochplatten muss ich also selbst kaufen. Einrichtung ganz schoen notduerftig.
Der Makler hat jetzt meine Nummer und wird wahrscheinlich nicht locker lassen, bis er ich nicht sicher irgendwo untergebracht hat.
Jetzt mach ich mich erstmal ab in mein suesses Zimmer, muss schlafen, morgen wird ein grosser Tag.
Liebste Gruesse an alle - mir gehts gut!!!!!!!
Ach ja, und noch Bemerkung zum Titel - Shanghaidialekt bedeutet, das man ueberall das "H" weglaesst - eigentlich sagt man bei zh - zsch, die Leute hier sagen z. Dann heisst das auch nicht shenme shihou (wann) sondern senme sihou. Als wuerden die hier alle lispeln, total merkwuerdig.
Fortsetzung folgt! Tanja, am Besten, du schreibst mal den letzten Teil zu Ende, ich kann mich schon gar nicht mehr dran erinnern...
Samstag, 10. Januar 2009
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2 Kommentare:
Du hast auch schon ein Internetcafé gefunden? Bin stolz auf Dich! Und morgen findest Du bestimmt die Traumwohnung in der 22. Etage (hast Du nicht Höhenangst?)
Werde den Auftrag ausführen und mich versuchen an die ersten Tage des Jahres zu erinnern :)
Wünsche Dir viel Erfolg bei der Wohnungssuche!
LG, Deine liebste ehemalige Beijingmitbewohnerin
liebe susi, ich denke, fensterbank ist wichtiger als küche, oder ?? aber man soll ja nicht gleich das erste angebot nehmen. bedenkzeit ist immer gut. wir denken an dich und sind froh, dass alles gut geklappt hat. viele liebe grüße von deiner family !!
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